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Randalierer wüten an Schutzhütte Wommelshausen

Vandalismus Randalierer wüten an Schutzhütte Wommelshausen

Unbekannte haben die Schutzhütte „Am Stein“ in Wommelshausen heimgesucht und dort erheblichen Schaden angerichtet. Die Gemeinde stellte Strafanzeige, der Heimatverein setzte eine Belohnung für Hinweise aus.

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„Wir hassen Polizei“ ist eine von mehreren Schmierereien, die die Täter an der Schutzhütte hinterließen, ebenso wie einen demolierten Mülleimer (kleines Bild).

Quelle: privat

Wommelshausen. „Ohne Sinn und Verstand, mir fehlen die Worte“, sagt Andreas Debus und schüttelt den Kopf. Frust und Ärger sitzen tief beim Ortsvorsteher und Vorsitzenden des Heimat- und Verschönerungsvereins Wommelshausen. Der Grund: Randalierer haben in und an der Schutzhütte „Am Stein“ gewütet.

Debus vermutet, dass der Vorfall in der Nacht von Freitag auf Samstag, 15. Juli, geschah. Am Montag darauf fuhr der Ortsvorsteher mit dem Rad zur Schutzhütte und entdeckte die Sachbeschädigungen. Eine Frechheit! Die müssen hier richtig getobt haben. Warum tut jemand so etwas?“, fragt der Wommelshäuser.

Die Schutzhütte „Am Stein“ ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Engagierte Bürger­ ­haben dieses idyllisch gelegene Fleckchen zwischen Wommelshausen und Hülshof vor einigen Jahren angelegt. Hier bietet sich Spaziergängern ein wunderschöner Blick auf dem Ebersberg über Wommelshausen ins Salzbödetal und darüber hinaus.

Schmierereien verweisen auf Eintracht Frankfurt

Die Schutzhütte stand einst vier Jahrzehnte lang weiter in Richtung Bottenhorn. Im Sommer und Herbst 2004 investierten dann Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins Wommelshausen Hunderte von Arbeitsstunden, um die Hütte an den neuen Standort zu versetzen. Dort gossen sie ein neues Fundament, montierten dann die Seitenteile und das Dach.

Die Schutzhütte ist Eigentum der Gemeinde. Doch auch jetzt schauen engagierte Helfer dort immer noch nach dem Rechten, mähen das Gras. Im Vorjahr bauten Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins neue Bänke und stellte diese in der Hütte auf. Auf das ­Mobiliar hatten es die Vandalen nun ebenso abgesehen wie auf Wände, Kästen und anderes Interieur. Sie hinterließen Parolen und Beschimpfungen wie „Wir hassen Polizei“ und „Drugs free for all“.

Die Täter erwecken den Eindruck, dass sie Fans von Eintracht Frankfurt sind. Denn mehrfach schrieben sie mit schwarzer Farbe auch den Namen des Fußball-Bundesligisten aufs Holz. Außerdem verunstalten nun mehrere Logos der Frankfurter Ultras („UF 97“) die Schutzhütte. Möglich ist allerdings auch, dass die Täter mit diesen Schriftzügen die Polizei nur auf eine falsche Fährte führen wollen.

„Wir müssen etwas unternehmen“

Ihre überschüssigen Kräfte ließen die nächtlichen Randalierer außerdem an einem Mülleimer aus. Sie traten den an der Außenwand der Hütte montierten Metallkorb ab. Dessen Inhalt – Becher, Flaschen, Papier – lag verstreut auf dem Vorplatz.

Die Gemeinde Bad Endbach hat Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Um die Täter zu fassen, setzt der Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus. „Wir können das nicht einfach so hinnehmen, wir müssen etwas unternehmen“, sagt Debus.

  • Hinweise zu den Sachbeschädigungen an der Schutzhütte „Am Stein“ nimmt das Ordnungsamt der Gemeinde Bad Endbach, Telefonnummer 02776/80143, und die Polizei in Gladenbach, 06462/9168130, entgegen.

von Michael Tietz

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