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Hinterland "Pützwiese" ist fertig
Landkreis Hinterland "Pützwiese" ist fertig
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21:26 16.05.2013
Quelle: Gianfranco Fain
Dautphetal

Keine große Zeremonie wird es bei der Freigabe der neuen Straße „Pützwiese“ geben, obwohl sie für die Gemeinde von großer Wichtigkeit ist. Geplant und gebaut, um das neue Gewerbegebiet am Rande der entstehenden „Grünen Mitte“ Dautphetals anzubinden, wird sie in den nächsten Monaten eine andere wichtige Aufgabe übernehmen. „Die neue Straße wird zu einer Beruhigung der Verkehrssituation in der Industriestraße führen“, glaubt Bürgermeister Bernd Schmidt.

Dort hat seit der Vollsperrung der L3042 Anfang des Monats das Verkehrsaufkommen erheblich zugenommen. Auf der Straße „Pützwiese“ kann nun der innerörtliche Verkehr, der überörtliche wird über Eckelshausen umgeleitet, parallel zum Verlauf der L3042 vom Rathauskreisel bis zum Kreisel „Auf den Högern“ fließen. Bis zu 5000 Fahrzeuge könnten es sein, schätzt Bauleiter Harald Becker vom gemeindlichen Bauamt. Deshalb ist am Ende der Stichstraße gegenüber dem Fußweg zur Corbachstraße eine Druckampel installiert. An dieser können Schüler um zur Mittelpunktschule und zurück zu gelangen bei Bedarf „Grün“ anfordern.

Eigentlich sollte die „Pützwiese“ rechtzeitig vor dem Beginn der Bauarbeiten an der L 3042 fertig sein, doch die für 4 Monate angesetzten Arbeiten zogen sich wegen der langanhaltenden Winterwitterung auf 7 Monate hin. Dennoch hätten die Firmen Herzog, Jakob und Weigel „gut und zügig“ gearbeitet, betont Schmidt.

Diese errichteten für fast 400000 Euro eine rund 400 Meter lange und 6 Meter breite Straße einschließlich Kanalarbeiten und Straßenbeleuchtung mit LED-Technik. Vom „Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland“ erhält die Gemeinde einen Zuschuss von rund 225000 Euro, da die Straße „Pützwiese“ ein Teil des Projekts „Grüne Mitte“ ist.

  • Die L3042 bleibt bis November gesperrt: Unter der Trasse der Landesstraße sowie dem kombinierten Geh- und Radweg auf der südlichen Seite und dem dazwischenliegenden Grünstreifen werden Kanäle, Wasserleitungen und Strom- sowie Telefonkabelstränge erneuert, ein Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser eingebaut sowie Leerrohre der Telekom und für DSL-Leitungen verlegt. An der nördlichen Seite entsteht ein Gehweg, unter dem die Eon Mitte Schutzrohre legen will, in die später die Leitung vom geplanten Windpark auf dem Hilsberg zum Umspannwerk eingezogen werden kann.

von Gianfranco Fain