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Prunkstück als Bekenntnis zur Heimat

DVAG Prunkstück als Bekenntnis zur Heimat

Fast 400 Gäste feierten am Dienstag mit der Marburger Unternehmerfamilie Pohl die Einweihung des Weiterbildungszentrums für Vermögensberater.

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Gebannt hörten die rund 400 Besucher der Eröffnungsfeier des Zentrums für Vermögensberatung (ZVB) gestern den Worten von Altkanzler Helmut Kohl (rechts) zu.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nach intensiven politischen Debatten, die im Vorfeld des mächtigen Neubaus in der Marburg Kommunalpolitik geführt wurden, blieben Proteste oder Kundgebungen der Kritiker am Eröffnungstag aus. Ein großes Polizeiaufgebot, Sicherheitsleute und zivil gekleidete Beamte schützten dennoch die Veranstaltung, denn unter den 400 Gästen, die der Einladung gefolgt waren, befanden sich viele hochrangige Politiker, Prominente und Topmanager der Finanzwirtschaft.

Sie bewunderten eine offene, transparente Architektur und viel Licht im neuen Weiterbildungszentrum der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Direkt an der Lahn gelegen lassen die großen Glasflächen die Natur zur vierten Ansicht des Raumes werden. „Am Anfang der Planungen stand die Vision eines Kongress- und Verwaltungsgebäudes, das die desolate Situation in der Marburger Nordstadt verbessern sollte“, schilderte Architekt Gerd Kaut, wie das dreigeschossige Gebäude entstand, das dem Unternehmenslogo in der Form folgt.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit und Hunderten Arbeitsstunden – ohne nennenswerte Unfälle auf der Baustelle – ist der erste Bauabschnitt nun fertig. Der zweite Bauteil, das Verwaltungsgebäude der Holding der Deutschen Vermögensberatung direkt an der Bahnhofstraße, soll im Frühjahr eingeweiht werden.

Einweihung DVAG. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Die Redner fanden viele Lobesworte für den Neubau, in den auch ein Museum und eine interaktive Erlebniswelt integriert sind, aber auch für den Erfolg der DVAG: „Heute ist ein besonderer Tag, mein lieber Freund, denn er zeigt, was man alles erreichen kann, wenn man etwas im Kopf hat, wenn man Mut hat und wenn man etwas Verrücktes tut“, sagte beispielsweise Altkanzler Helmut Kohl. In seiner Rede würdigte er insbesondere auch das Engagement und die Rolle der verstorbenen Anneliese Pohl, ohne die die Gründung des Unternehmens nicht möglich gewesen wäre. „Es ist gut, dass Deutschland solche Männer und Frauen hat – und darauf solltest du stolz sein“, ergänzte Kohl, bevor er und sein langjähriger Wegbegleiter Pohl sich umarmten.

Dass er überaus stolz auf den Neubau ist, war Pohl deutlich anzumerken: „Das Zentrum für Vermögensberatung stellt einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar und ist ein weithin sichtbares Bekenntnis der DVAG zur Stadt Marburg“, erklärte Pohl.

 

Auch er betonte mehrfach, dass es weder das 50 Millionen Euro teure Projekt noch das Unternehmen selbst geben würde, wäre da nicht seine Frau gewesen, die ihn immer wieder unterstützt und motiviert hatte. Marburg habe er bewusst als Standort des ZVB gewählt, weil er die Stadt seit 64 Jahren als seine Heimat empfinde und wie seine beiden Söhne mit ihren Familien eng mit ihr verbunden sei.

„Es ist in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich, ein solches Gebäude zu bauen“, unterstrich Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier. Der Neubau sei ein „Zeichen der Zukunft und des Erfolgs“.

von Christoph Linne und Katharina Kaufmann

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