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Produktionsstart im August

Elkamet investiert Produktionsstart im August

Auf den Flächen der Firma Adient, dem Nachfolger von Johnson Controls, und umliegende Grundstücke werden ab August „Profile für Lichttechnik“ produziert.

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Elkamet kaufte die Fläche von Adient im Gewerbegebiet Friedensdorf. Im August soll dort mit der Produktion begonnen werden.

Quelle: Achenbach

Friedensdorf. Einen Tag vor dem Feiertag hatten mehrere­ Beteiligte Grund zum Feiern. Am Mittwochnachmittag (9. Mai) gab die Firma Elkamet Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Biedenkopf den Kauf des Betriebsgeländes der Firma Adient, ehemals Johnson Controls, im Dautphetaler Ortsteil Friedensdorf bekannt.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens und ein klares Bekenntnis zur Region“, sagten die Elkamet-Geschäftsführer Michael Parsch und Eberhard Flammer nach der notariellen Beurkundung. Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt freut sich, dass die Entstehung einer fast neun Hektar großen Industriebrache abgewendet ist.

Die Firma Adient lässt die Produktion am Standort Friedensdorf nahe der Bahnlinie auslaufen, Hallen sind schon geräumt und viele der ehemals rund 900 Beschäftigten entlassen. Am 31. März 2019 soll endgültig Schluss mit der Produktion von Teilen für die Automobilindustrie sein.

Elkamet und Adient arbeiten parallel am Standort

Dann wird die Elkamet-Sparte „Profile für Lichttechnik" schon längst am produzieren sein. Bereits ab August sollen zunächst rund 80 Beschäftigte den Betrieb am neuen Standort aufnehmen.

Bis April 2019 wollen die Firmen Elkamet und Adient parallel am Standort ­arbeiten. „Angesichts der großen Flächen und der engen Abstimmung wird das reibungslos funktionieren“, sind Flammer und Parsch überzeugt. Analog dazu wird der Kauf bis zum vollständigen Eigentumsübergang in drei Schritten vollzogen. Über den Kaufpreis schweigen die Vertragsparteien.

Wie viele Menschen in dem neuen Elkamet-Werk eine Beschäftigung finden können, vermag das Unternehmen, aus dem es heißt „Wir sind auf Wachstumskurs“, derzeit nicht zu ­sagen.
Das Geschäftsfeld „Profile für Lichttechnik“ ist bislang in Biedenkopf beheimatet, der Umzug ermöglicht eine Kapazitätserweiterung und Wachstum auch weiterer Elkamet-
Geschäftsfelder, äußern die ­Geschäftsführer zuversichtlich.

Über den Besitzerwechsel des Werksgeländes in Friedensdorf freuen sich (von links): Michael Lather (Fabrikplanung Elkamet), Frank Wagner (Einkauf Elkamet), Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt, die Elkamet Geschäftsführer Eberhard Flammer und Michael Parsch, Torsten Lamprecht (Geschäftsfeldverantwortlicher), Werner Schmidt (Leiter der Elkamet Betriebstechnik) und Björn Grunert (Geschäftsfeldverantwortlicher). Foto: Privat

Eingefädelt wurde der Kauf im Januar, als sich der Kauf von Gewerbeflächen im Biedenkopfer Stadtteil Wallau für Elkamet zerschlug. Seitdem hoffte Bürgermeister Schmidt auf die Ansiedlung des neuen Unternehmens auf der alten Industriefläche. Ein interdisziplinäres Team plante den Erwerb der Flächen, den Umzug und den Produktionsstart im August.

Hohes Maß an Kooperation und Geschlossenheit

„So ein ambitionierter Plan geht nur dann auf, wenn alle Beteiligten mit viel Engagement und hohem persönlichen Einsatz an die Sache gehen“, betonen die Elkamet-Geschäftsführer die Zusammenarbeit mit dem Verkäufer und der Gemeinde Dautphetal: „Wir haben im Zusammenwirken mit den gemeindlichen Gremien und Bürgermeister Bernd Schmidt ein hohes Maß an Kooperation und Geschlossenheit erlebt, das wir sehr zu schätzen wissen.“

Die Vertragspartner kennen sich schon lange. Elkament betreibt in Wilhelmshütte schon ein Werk in der Gemeinde Dautphetal. "Wir sind dankbar und froh, dass ein heimisches Familienunternehmen wieder Leben in das Industriegelände bringt“, sagt Schmidt (FW).

Der Bürgermeister geht von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus, schließlich biete das Gelände, das Elkamet durch einige Zukäufe von Gemeindeflächen auf die rund 90 000 Quadratmeter erweiterte, „noch einiges an Potenzial“. Schmidt wollte am Mittwochnachmittag noch die gemeindlichen Gremien über den Vollzug des Kaufs informieren.

von Gianfranco Fain

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