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Hinterland Prinz verfolgt seine Windparkpläne weiter
Landkreis Hinterland Prinz verfolgt seine Windparkpläne weiter
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20:21 03.05.2017
Diplom-Volkswirt Karl Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, zweifelt an der Rechtmäßigkeit der Breidenbacher Beschlüsse. Quelle: Birgit Heimrich
Breidenbach

Vor drei Wochen fasste das Breidenbacher Parlament seinen Grundsatzbeschluss zum Windradbau. Das Medieninteresse in der Region war groß, schließlich hat vorher noch keine Kommune den Investoren pauschal so deutlich die Tür gezeigt – keine Unterstützung, keine Flächen, kein Wegerecht, null und nichts haben sie von Breidenbach zu erwarten. Ob das rechtlich überhaupt geht, wissen die Breidenbacher selbst nicht. Das tut ihrer Entschlossenheit keinen Abbruch. Denn der Schritt ist vor allem ein politischer, ein Zeichen nach innen und nach außen.

Von außen, da schaut vor allem die WNE jenseits der Landesgrenze nach Breidenbach herüber. Sie plant bekanntlich ein elftes Hesselbach-Rad auf dem Görzberg auf Wiesenbacher Grund. Und ist von der 
deklarierten Wegerechtsverweigerung wenig beeindruckt. „Im Moment beeinträchtigt die Entscheidung in Breidenbach unsere Planung in keiner Weise“, sagt Prinz Karl zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg.

Das Projekt sei – wie schon bei der Infoveranstaltung Mitte März ausführlich erklärt – noch in einem sehr frühen Stadium, ein Bauantrag noch nicht gestellt. „Deshalb wissen wir auch selbst noch nicht, wohin wir mit unseren Kabeln überhaupt wollen“, so der WNE-Geschäftsführer. Von drei möglichen Optionen führe nur eine nach Hessen.

Unabhängig vom eigenen Projekt bezweifelt zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg allerdings , dass ein Beschluss, wie ihn Breidenbach gefällt hat, rechtlich hält. „Ich bin zwar selbst kein Jurist“, sagt er, aber die Einschätzung der WNE-Rechtsbeistände dazu sei eindeutig.

von Birgit Heimrich

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