Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Preise für Häuser und Land sind gestiegen

Amt für Bodenmanagement Preise für Häuser und Land sind gestiegen

Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Bauplätze sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen – das ergab die vorläufige Auswertung des Amts für Bodenmanagement Marburg.

Voriger Artikel
Startschuss für den neuen Kunstrasenplatz
Nächster Artikel
Cineplex im Zeichen der „Ansage Zukunft“

Die Nachfrage nach Immobilien und nach Bauland ist in Mittelhessen ungebrochen, wie die Auswertung des Amts für Bodenmanagement Marburg zeigt.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Marburg. Rund 80 bis 90 Prozent der notariellen Kaufverträge aus dem vergangenen Jahr wurden dem Gutachterausschuss für Immobilienwerte bei dem Amt bisher vorgelegt, teilt Pressesprecherin Susanne Weber mit. Hochrechnungen zeigten für das gesamte Jahr unterschiedliche regionale Trends in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Gießen, Lahn-Dill und der Stadt Wetzlar – denn für diese Regionen ist die Behörde in Marburg zuständig. Ausgenommen sind jedoch die Städte Marburg und Gießen.

Insgesamt wechselten im vergangenen Jahr 1940 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer, 8 weniger, als noch im Jahr zuvor. Und obwohl sowohl der Flächenumsatz von 142,1 auf 139,5 Hektar gesunken ist, stieg der Geldumsatz binnen Jahresfrist von 328 Millionen Euro um knapp 3,7 Prozent auf 340 Millionen Euro. Der Mittelwert der Verkaufspreise je Quadratmeter stieg von 163 auf 170 Euro.

Ähnlich verhält es sich in Mittelhessen bei den Baugrundstücken: 994 Grundstücke wurden vergangenes Jahr verkauft – 159 mehr, als noch im Jahr zuvor. Der Flächenumsatz stieg von 60,2 auf 70,5 Hektar, der Geldumsatz von 60 Millionen auf 80 Millionen Euro. Damit stieg der Mittelwert je Quadratmeter Bauland von 103 auf 118 Euro – ein Plus von gut 14,5 Prozent.

Dabei sind die Zahlen in den Landkreisen durchaus unterschiedlich: So wechselten im Lahn-Dill-Kreis und im Landkreis Gießen sowie in der Stadt Wetzlar weniger Einfamilienhäuser als im Vorjahr die Besitzer.

Häuser im Kreis wurden um knapp 3,5 Prozent teurer

Ganz anders sah es im Landkreis Marburg-Biedenkopf aus: Hier wird nach den bisherigen Hochrechnungen bei der Anzahl verkaufter Einfamilienhäuser ein Plus von rund zwei Prozent erwartet. Wechselten 2016 noch 500 Häuser den Besitzer, waren es im vergangenen Jahr 511. Die Mittlere Grundstücksgröße ging dabei binnen Jahresfrist zurück: von 754 auf 716 Quadratmeter. Entsprechend sank der Flächenumsatz von 38,7 auf 37,8 Hektar.

Der Geldumsatz stieg jedoch binnen Jahresfrist – um gut 5 Prozent von 74 Millionen auf 78 Millionen Euro. Und: Die Käufer mussten für ihre Häuser im Durchschnitt fast 3,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Denn der mittlere Verkaufspreis stieg von 144 000 auf 149 000 Euro. Unterschiedlich fiel auch die Zahl der Bauplatzverkäufe aus: Während sie im Lahn-Dill-Kreis um 11 und in der Stadt Wetzlar um 29 Prozent im Vergleich zurückgingen, legte der Baulandverkauf in Gießen um 34 und in Marburg-Biedenkopf um 37 Prozent zu.

Peter Moos vom Amt für ­Bodenmanagement relativiert die Zahlen: „Sie sind natürlich stark davon abhängig, wie viel Bauland eine Kommune ausweist“, sagt er auf Anfrage der OP. Gleichwohl spiegele sich das Angebot auch im Preis wider, denn: „Wenn Kommunen trotz der momentan großen Nachfrage weniger Bauland ausweisen, profitieren davon mitunter die privaten Verkäufer, die sich dann an der oberen Grenze der Preise bewegen können“, sagt er.

Insgesamt lag der mittlere Bauplatzpreis des Untersuchungsgebiets demnach mit 118 Euro je Quadratmeter rund 14 Prozent über dem Vorjahreswert von 103 Euro je Quadratmeter.

Im Landkreis wurden demnach im vergangenen Jahr 306 Baugrundstücke verkauft – 82 mehr, als noch im Jahr zuvor. Der Flächenumsatz stieg demzufolge von 17,4 auf 23,4 Hektar, der Geldumsatz entsprechend von 12 Millionen auf 19 Millionen Euro.

Auch die Baulandpreise stiegen im Landkreis kräftig an: von durchschnittlich 72 Euro je Quadratmeter auf 86 Euro – ein Plus von knapp 19,5 Prozent. Die Preise je Quadratmeter rangieren dabei im Landkreis – immer ohne die Stadt Marburg – von 30 Euro bis hin zu 165 Euro. Ist der niedrigste Preis binnen Jahresfrist demnach um einen Euro gesunken, so stieg der Höchstpreis je Quadratmeter um 31 Euro oder gut 23 Prozent an.

„Bleiben die Zinsen weiterhin niedrig, ist zu erwarten, dass die Nachfrage auf den regionalen Immobilienmärkten weiter anhält“, so das Amt für Bodenmanagement, das die finalen Zahlen im Frühsommer vorstellen wird.

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr