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Positives Zeichen für den Fortbestand des Zentrums

Biedenkopf Positives Zeichen für den Fortbestand des Zentrums

1.902 Unterschriften von Bürgern, die sich gegen die Schließung des Schulbiologiezentrums richten, hat der Leiter der Lahntalschule an den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern überreicht.

Biedenkopf. Die Unterschriften stammen von Schülern, Lehrern, Eltern, der Grundschule Biedenkopf, des Obst- und Gartenbauvereins Biedenkopf sowie weiteren Personen, darunter auch die ehemaligen Schüler der Lahntalschule.

„Das ist eine sehr gute Resonanz in einer sehr kurzen Zeit, denn wir haben die Unterschriften erst seit dem 8. August zusammengetragen“, stellte Schulleiter Dr. Eberhard Scholl fest und fügte hinzu: „Insbesondere die Reaktionen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler zeigen, wie sehr sie sich mit der Einrichtung des Landkreises verbunden fühlen.“

Am 4. August wurden die Mitarbeiter der Lahntalschule darüber unterrichtet, dass das Zentrum geschlossen werden soll. Es folgten laut Dr. Scholl „heftige Diskussionen“ und eine Gesamtkonferenz, bei der eine Arbeitsgruppe gebildet wurde, die eine einstimmig verabschiedete Resolution ausarbeitete. Diese wurde von der Gruppe schließlich an den Kreistag und den Kreisausschuss verschickt.

In dieser Resolution argumentieren die Vertreter der Schule, der Eltern und der Schüler, dass mit dem Fehlen des Schulbiologiezentrums „fest etablierte und bewährte Lernmöglichkeiten“, wie zum Beispiel die Schul­imkerei, die Gewässerökologie und allgemeine Fragen der nachhaltigen Umwelterziehung wegfallen würden.

„Es war klar, dass die Schließung des Schulbiologiezentrums nicht auf Gegenliebe bei den Betroffenen stößt“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. „Der Landkreis ist in diesem Jahr mit einem finanziellen Defizit von 20 Millionen Euro konfrontiert – eine Belastung, die den Kreis, aufgrund der fälligen Zinsen, auch noch in den kommenden Jahren verfolgen werde. Deshalb müssen Einsparungen getroffen werden“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete weiter.

In den vergangenen Jahren seien die Besucherzahlen des Schulbiologiezentrums aus externen Bildungseinrichtungen gesunken, berichtete Dr. McGovern. Deshalb müsse man nun eine Lösung finden, um das Schulbiologiezentrum auf Dauer finanzieren zu können und ein Konzept entwickeln, das Zentrum auch für andere Schulen in der Region attraktiver zu machen.

von Salomé Weber

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