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Positives Ergebnis trotz Rezession

Bilanz Positives Ergebnis trotz Rezession

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen rechnen nach einer vergleichsweise guten Bilanz 2009 in diesem Jahr mit schlechteren Geschäften.

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Gerhard Grandke, geschäftsführender Präsident des Sparkassen - und Giroverbands Hessen-Thüringen verkündete die Bilanz des vergangenen Jahres.

Quelle: Archivfoto

Frankfurt. „Die Kreditnachfrage wird – wenn überhaupt nur sehr langsam Fahrt aufnehmen“, zog der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, Bilanz des vergangenen Jahres. Auch bei Kundeneinlagen und im Wertpapiergeschäft seien die Möglichkeiten zu Zuwächsen eng begrenzt: Viele Menschen hielten sich seiner Aussage nach wegen der unsicheren konjunkturellen Aussichten mit Geldanlagen zurück. Dementsprechend sank die Bilanzsumme um 1,4 Prozent auf 112,1 Milliarden Euro. Für dieses Minus sei in erster Linie das Interbankengeschäft verantwortlich gewesen, das die Institute wegen der gesunkenen Margen deutlich zurückgeführt hätten.

„Unter normalen Umständen hätten unsere Sparkassen einen großen Teil der 2008 neu gewonnenen Kundengelder halten können“, zeigte sich Grandke überzeugt. Die Sparkassen mit ihren 25.187 Mitarbeitern, 2008 waren es noch 25.433, könnten aber nicht wie Konkurrenten Konditionen deutlich über dem Marktzins anbieten. Bei der seit Jahren diskutierten Neuordnung der Landesbanken erwartet der Verband als Haupteigentümer der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) weiterhin keinen Durchbruch. „Zusammenschlüsse zwischen Landesbanken sehe ich derzeit nicht“, sagte Grandke, der seit einem Jahr im Amt ist. Die Sparkassen halten 85 Prozent der Helaba-Anteile. Die Helaba habe 2009 ein ordentliches Ergebnis erzielt und verfüge über ausreichend Kernkapital, sagte Grandke. „Wir werden im Gesellschafterkreis gemeinsam überlegen, in welchen Bereichen wir noch Chancen nutzen wollen.“

von Katharina Kaufmann

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