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Planer legen den Finger in die Wunde

Biedenkopf Planer legen den Finger in die Wunde

Der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland hat ein 52-seitiges Konzept zur Stadtumbauplanung der Biedenkopfer Innenstadt erstellt.

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Die Innenstadt in Biedenkopf steht im Fokus des Konzepts Stadtumbauplanung Biedenkopf. Die Planer zeigen Defizite auf und bieten Lösungsvorschläge an. Ob einzelne Projekte umgesetzt werden, entscheidet das Parlament.

Biedenkopf. Ende 2008 wurde das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) als interkommunale Planung durch den Zweckverband erarbeitet. Diese Planung dient den Mitgliedskommunen als Leitfaden im Hinblick auf das Thema Demographie und städtebauliche Planung. Aus diesen Überlegungen wurde der Stadtumbauplan Biedenkopf entwickelt. Der vor kurzem vom Biedenkopfer Stadtparlament einstimmig verabschiedete Stadtumbauplan stellt laut Michael Völker, Kaufmänischer Geschäftsführer der ISEK, eine strategische Planungsgrundlage für das Gebiet der Altstadt Biedenkopf dar. Er stellt auch die Antragsgrundlage dar, um Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ des Bundes und der Länder beantragen zu können.

Das Planungsbüro NHProjektstadt aus Kassel legte in Biedenkopf den Fokus auf die Innenstadt, die zunehmend von Leerstand bedroht ist. In einer Bestandsaufnahme wurden die demographischen und städtebaulichen Probleme analysiert. Daraus entwickelte das Planungsbüro mögliche Handlungsstrategien und unterbreitete konkrete Vorschläge. Für die Innenstadt verfolgen die Planer zwei Ziele: Die Innenstadt mit ihrer Altstadt soll sich als zentraler und attraktiver Wohnstandort entwickeln und sich auch als wirtschaftliches Zentrum zu den großen Einkaufszentren am Stadtrand abgrenzen. Potenzial wird auch dem Tourismus und dem Dienstleistungssektor zugeschrieben.

Als großes Problem bewerten die Planer allerdings den Leerstand und die aktuelle Verkehrsführung. Aus diesen entwickelten sie die Grundlage für verschiedene Strategien.

Völker sieht die Situation der Innenstadt in dem Konzept als realistisch dargestellt. Vorhandene städtebauliche Defizite, aber auch mögliche Handlungsansätze würden aufgezeigt. „Die Planer hatten den Auftrag, den Finger objektiv in die Wunde zu legen“, sagt er.

Für Bürgermeister Karl-Hermann Bolldorf genießt die Entwicklung der Innenstadt im Förderprogramm Vorrang. „Einzelne Projekte für sich genommen, sind nicht entscheidend.Wir müssen bewusst definieren, welche Funktion die Innenstadt in der Zukunft erfüllen soll“, sagt er.

Biedenkopf könne aus dem Stadtumbauprogramm einzelne bauliche Impulse setzen, ist sich Völker sicher. Ob und welche Projekte aus dem Stadtumbauplan Biedenkopf realisiert werden, entscheidet in letzter Konsequenz das Stadtparlament.

von Silke Pfeifer-Sternke

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