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Pilger machen Station in Diedenshausen

Pilger machen Station in Diedenshausen

Etwa 30 Pilger waren drei Tage lang mit HR4-Redakteur Klaus Pradella auf dem Jakobsweg unterwegs.

Diedenshausen. Vor zwei Jahren kam Klaus Pradella auf die Idee, den Jakobsweg den Radiohörern vorzustellen. Die erste Pilgertour führte dann auf dem Bonifatiusweg von Cleeberg über Wetzlar und das Kloster Altenberg bis nach Lohra und Marburg. Viele der Pilger waren so begeistert, dass sie sich für eine weitere Pilgertour durch Hessen interessierten.

Im vergangenen Jahr ging es dann auf dem Elisabethpfad bis nach Marburg. Viele der Teilnahmer fanden sich wieder ein, um auch den Jakobsweg zu begeben. Die Gruppe startete dieser Tage in Amöneburg. Nach der Besichtigung der Elisabethkirche in Marburg - bei zeitweise starkem Regen - ging es über Wehrshausen bis nach Dilschhausen. Dort wurde die Kirche besichtigt. Von dort führt der Jakobsweg über Weitershausen bis nach Diedenshausen, wo die Pilger bereits vom Kirchenvorstand um Erhard Schmidt erwartet wurden.

Küster Herbert Zipperer bat die Pilger in das Gotteshaus und erläuterte ihnen die Besonderheiten der Kirche. Die Gruppe erfuhr, dass damals die Dorfbewohner der eigenständigen Kirchengemeinde Diedenshausen das obere Geschoss der Kirche eigenmächtig gebaut hatten. Ein Schmunzeln ging durch die Reihen als Karin Wege berichtete, dass jedes Mal die Lampe im Altarraum stark vibriert habe, wenn die Glocke im Dachstuhl zu läuten begann, dies habe allerdings seit der Sanierung nachgelassen.

Anschließend stempelte Zipperer die Pilgerausweise ab und die Pilger folgten der Einladung der stellvertretenden Ortsvorsteherin Anika Wege zum gemeinsamen Kaffeetrinken ans Dorfgemeinschaftshaus.

Mit auf dem Jakobsweg war auch der ehrenamtliche Wegewart Dietrich Schewe aus Marburg, der schon auf dem Elisabethpfad bis nach Santiago de Compostela gepilgert war. Schewe hat auf dem Elisabethpfad schon viele Hinweistäfelchen mit der Jakosmuschel und dem Bild der Landgrafengattin Elisabeth angebracht und zudem mit dem Pinsel die Wegstrecke mit gelben Pfeilen markiert, damit sich die Pilger nicht verirren.

Nach der Rast ging es weiter vorbei an Herzhausen bis nach Holzhausen. Übernachtet hat die Gruppe im evangelischen Gemeindehaus. Die letzte Etappe führte über Obereisenhausen, Niedereisenhausen, Oberhörlen und dann zum Ziel nach Ewersbach.

von Ingrid Lang

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