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Hinterland Pharmakonzern verkauft Impfsparte
Landkreis Hinterland Pharmakonzern verkauft Impfsparte
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00:15 25.04.2014
Novartis Vaccines and Diagnostics in Marburg: In einem Jahr wird an diesem Gebäude das Firmenlogo von GSK zu sehen sein. Archivfoto Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Milliardendeal zwischen den Pharmakonzernen Novartis und GlaxoSmithKline (GSK): Die Schweizer Firma Novartis verkündete am Dienstag einen großangelegten Umbau mit Tauschgeschäften und Teilfusionen, in den neben der britischen GSK auch der US-Konzern Eli Lilly einbezogen ist. Für 10,5 Milliarden Euro kauft Novartis laut GSK-Mitteilung das Krebsmedikamentengeschäft. Im Gegenzug verkaufen die Schweizer den Briten ihre Impf-Sparte für 7,1 Milliarden Dollar.

Zudem trennt sich Novartis vom Tierfutter-Geschäft, das für 5,4 Milliarden Dollar von Eli Lilly übernommen wird. Außerdem gründen Novartis und GSK ein Joint Venture für das künftig gemeinsame Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Damit entsteht laut Novartis-Angaben eine weltweit führende Firma für Gesundheitsprodukte. Der in Basel ansässige Konzern wird an dem Gemeinschaftsunternehmen einen Anteil von 36,5 Prozent halten und vier von elf Verwaltungsratssitzen innehaben. Der Novartis-Konzern will sich in Zukunft auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft - vor allem mit Krebsmedikamenten - und auf Nachahmerprodukte konzentrieren. Die angekündigten Transaktionen sind noch abhängig von der Zustimmung der Aktionäre und der Wettbewerbsbehörden. Bericht folgt.

von Anna Ntemiris