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Hinterland Pfleger fordern mehr Personal in Krankenhäusern
Landkreis Hinterland Pfleger fordern mehr Personal in Krankenhäusern
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18:05 27.08.2013
Jana Sörgel (von links) von der Pflegedienstleitung, Christiane Kempf, Leiterin der Freiwilligendienste und Erwachsenenbildung mit Oberin Gabriele Müller-Stutzer, Vorsitzende der Schwesternschaft Marburg.Foto: Ina Tannert
Marburg

Statistisch betrachtet fehlen in zwölf Jahren über 150 000 Beschäftigte in den Pflegeberufen, so eine Studie des statistischem Bundesamtes. Im Jahr 2030 soll es bundesweit sogar an rund 480 000 Krankenschwestern, Pflegern und Hilfspflegekräften mangeln.

Auch die Altenpflege sieht sich der stetig wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren mit erschreckend wenig Nachwuchskräften ausgesetzt.

Daher fordert die bundesweite Kampagne „Ich will Pflege“ des Deutschen Pflegerats eine umfassende Reform der dringend benötigten Pflegeberufe. Der Rat, in dem zahlreiche Mitgliedsverbände organisiert sind, fordert mehr Personal, bessere Ausbildung und Arbeitsbedingungen, klare berufsrechtliche Regelungen und eine angemessene Vergütung.

Der Zeitpunkt der Aktion, kurz vor der Bundestagswahl, ist gezielt gewählt, um der Politik die Pflege verstärkt für ihre Wahlprogramme vorzuschlagen. Die Initiative hat den verschiedenen Parteien 13 Wahlprüfsteine zu Themen wie Pflegereform, rechtliche Grundlagen, Gesundheit und Soziales, Personal oder Forschung vorgelegt, um Reaktionen und Stellungnahmen aus der Politik zu erhalten.

„Politiker versprechen seit Jahren mehr für die Pflege zu tun, passiert ist aber so gut wie nichts“, sagte Gabriele Müller-Stutzer, Vorsitzende der Schwesternschaft Marburg vom Deutschen Roten Kreuz.

Der Berufszweig benötige dringend eine Aufwertung, Lösungen für die Zukunft und braucht Parteien, die reagieren und umsetzen. Gestern bauten zahlreiche Schwestern, darunter Oberin Müller-Stutzer, Jana Sörgel von der Pflegedienstleitung, Christiane Kempf, Leiterin der Freiwilligendienste und Erwachsenenbildung, an drei verschiedenen Stationen am UKGM in Marburg Informationsstände auf, gaben Mitarbeitern und Besuchern der Klinik Auskunft über den aktuellen und zukünftigen Pflegenotstand in ganz Deutschland und sammelten Unterschriften für die Kampagne.

Großes Interesse für Kampagne

Das Interesse war groß, viele Passanten blieben stehen, fragten genauer nach und leisteten ihren Beitrag auf der Liste.

Insgesamt wurden nach Angaben der Schwesternschaft gestern in vier Stunden 700 Unterschriften gesammelt. Diese fließen direkt in die Statistik auf der Homepage der Initiative mit ein.

Laut dieser wuchs die Zahl der bisher geleisteten Unterschriften der Onlineaufrufe und bundesweiten „Ich will Pflege“-Aktionen auf über 22 000 an.

Mehr Informationen gibt es unter www.ichwillpflege.de von Ina Tannert

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