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Pflegeheime sollen Daten liefern

Banss-Symposium Pflegeheime sollen Daten liefern

21 Professoren, Ärzte und Ernährungswissenschaftler aus Wien, Rom, Helsinki, Stockholm und Nürnberg trafen sich am Wochenende zum elften Treffen für den Forschungsbereich Geriatrie.

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Professor Cornel Sieber (links), Theodor Weigel und Professor
Dorothee Volkert stellten Ziele und Ergebnisse des Ärzte-Symposiums der Banss-Stiftung vor.Foto: Helga Peter

Biedenkopf. von Helga Peter

Biedenkopf. Der „nutritionDay in Hospitals and Nursing Homes“ (Tag der Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen“ bildete den Themenschwerpunkt des 22. Ärzte-Symposiums, zu dem die Banss-Stiftung am Wochenende in das „Parkhotel“ eingeladen hatte. Deutsche und europäische Professoren, Ärzte und Ernährungswissenschaftliche tauschten ihre Erfahrungen aus und beleuchteten die Problematik der Mangelernährung bei älteren Menschen, die im Bewusstsein der Bevölkerung zu wenig vorhanden sei und deren Ursachen vielfach aus einer reduzierten Nahrungsaufnahme mit daraus folgendem Muskelschwund resultiere, erklärte Professor Cornel Sieber vom Institut für Biomedizin des Alterns in Nürnberg.

Im Jahre 2006 in Wien eingeführt sei der „nutritionDay“ ein Jahr später auf die Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen ausgeweitet worden. Der Schwerpunkt habe sich von Akutkrankenhäusern auf Pflegeheime (Nursing Homes) verlagert. Ziel sei es, Daten über den Ernährungszustand von Patienten zu erhalten und zu dokumentieren sowie dessen Ausdehnung und Wert zu verbessern.

Ergebnisse hierzu stellten Romana Schlaffer aus Wien und Dr. Rebecca Diekmann aus Nürnberg vor. Professor Francesco Landi aus Rom referierte über die Sicherstellung von Datenqualität in einer internationalen Pflegeheimdatenbank. Erfahrungen aus Nordeuropa brachte dazu Dr. Merja Suominen aus Helsinki ein.

Sieber war sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses Symposiums. Es sei nach Sichtung der Daten nun das Ziel, ein Methodenpapier zu erstellen und festzulegen, welche Reporte an die Krankenhäuser und Pflegeheime zu deren Ausrichtung der Ernährung älterer Menschen gegeben werden könne. Dazu referierte auch Maggie Page Rodebjer aus Stockholm. Die Organisatorin Professor Dorothee Volkert berichtete, dass Publikationen eine präventive Ausrichtung haben und gut verständlich sein sollen.

Nach sechs Jahren „nutritionDay“ sei Deutschland gut vertreten. Dennoch sei es wichtig, Anreize für Pflegeheime zu schaffen, sich an dieser Frage­bogenaktion und Dokumentation zu beteiligen. Theodor Weigel, Vorstandsvorsitzender der Banss-Stiftung, sah ebenfalls Handlungsbedarf für eine verbesserte Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Die Banss-Stiftung veranstaltet zweimal jährlich Ärzte-Symposien. Sieber kündigte an, dass sich im kommenden Jahr ein Symposium mit Präventiv- und Therapiemöglichkeiten bei Demenzerkrankungen befassen soll. Mittlerweile seien recht viele Daten vorhanden, sei es in Bezug auf mögliche Impfungen gegen Alzheimer, körperliche Aktivitäten in Bezug auf Prävention oder auch spezielle Nährlösungen präventiv oder auch therapeutisch für an Demenzerkrankungen.

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