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Hinterland Perfekte Inszenierung in Friedensdorf
Landkreis Hinterland Perfekte Inszenierung in Friedensdorf
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18:01 07.01.2013

Friedensdorf. Mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach fand am vergangenen Samstag ein großartiges Musikereignis in der Christuskirche in Friedensdorf statt. Im heimischen Hinterland war dies sicher eine Inszenierung, die Ihresgleichen sucht und könnte den Titel tragen „Das Beste kommt zum Schluss“. Bildete diese Aufführung doch am Vorabend zum Dreikönigstag den Ausklang der Weihnachtsfeiertage und zum anderen den Abschluss des „Jahres der Kirchenmusik“ mit verschiedenen Konzerten im Dekanat Gladenbach.

Glockenklänge der Christuskirche läuteten das Weihnachtsoratorium ein, das zu den bekanntesten geistlichen Kompositionen Johann Sebastian Bachs zählt und an dem rund 90 Musiker mitwirkten. Dies waren zu einem der Dekanatsprojektchor, Mitglieder des Heinrich-Schütz-Chores (Gera), das Reußische Kammerorchester Gera und zum anderen die Solisten Sopranistin Juliane Claus (Halle), Echosopranistin Marion Franke (Gera), Altistin Claudia Maria Laule (Leipzig), Tenor Sören Richter (Frankfurt) und Bass Thomas Oertel-Gormanns (Leipzig) sowie Dekanatskantor Christoph Rethmeier (Cembalo). Die Leitung hatte Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann.

Aus dem Bach Weihnachtsoratorium, das aus sechs Kantaten besteht, erklangen die Kantaten eins, drei und vier. Mit einer grandiosen Eröffnung mit Paukenschlägen und Trompeten wurden die Zuhörer in den ersten Teil mit hinein genommen, bei dem es der Chor mit dem Vortrag „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ verstand, die entsprechenden Akzente setzte. Den Part des Evangelisten und der musikalischen Erzählung der Weihnachtsgeschichte hatte Tenor Sören Richter (Frankfurt) inne, dessen Vorträge kristallklar zum Ausdruck kamen. Altistin Claudia Maria Laule (Leizpig) interpretierte erwartungsvoll und mit Ausdruck Rezitative und Arien. Eine ganz besondere Note hatten auch die Vorträge von Sopranistin Juliane Claus (Halle) und Bass Thomas Oertel-Gormanns (Leipzig), die Rezitative und Arien mit Hingebung vortrugen.

Der zwischen der ersten und dritten Kantate eingeschobene Choral „Brich an du schönes Morgenlicht“ (2. Kantate) stellte ein fantastisches Bindeglied dar, bei dem es der Chor verstand, in den frühen Abendstunden die angesprochene „Morgenlicht-Atmosphäre“ zu verbreiten.

Komponiert wurde das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (1685-1750) mit der Kantate 1 zum ersten Weihnachtsfeiertag, wobei die Kantate drei für den dritten Weihnachtsfeiertag gedacht war.

Überaus beeindruckend gestaltete sich auch die vierte Kantate, die Bach zum Fest der Beschneidung Christi komponierte und die sowohl Solisten als auch der Chor und das Orchester so umsetzten, dass diese für große Aufmerksamkeit und sicher an manchen Stellen für Gänsehaut unter den Zuhörern sorgte.

Mit stehendem Applaus honorierten die Besucher den Solisten, dem Chor und dem Orchester unter dem Dirigat von Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann für diese großartige Darbietung. Dekan Matthias Ullrich und Präses Joachim Lies schlossen sich den Honorierungen an. Dekan Ullrich sprach von einer grandiosen Leistung des Dekanatschors und erkannte Anzeichen dafür, dass sich das Hinterland zu einem Zentrum der Kirchenmusik entwickelt. Der Choral „Jesus richte mein Beginnen“ aus der vierten Kantate bildete die Zugabe und den Abschluss der Oratoriumsaufführung.

von Helga Peter

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