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Hinterland Per „Speed-Dating“ zur neuen Karriere
Landkreis Hinterland Per „Speed-Dating“ zur neuen Karriere
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17:26 28.04.2017
Wer an seinem Studium zweifelt, für den könnte eine Ausbildung der richtige Weg sein. Quelle: Swen Pförtner
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Marburg

Für Mittwoch, 31. Mai, planen die Macher der Arbeitsagentur Marburg, der IHK Kassel-Marburg, der IHK Lahn-Dill, der Kreishandwerkerschaft Marburg, der Handwerkskammer Kassel sowie des hessenweiten Netzwerkes Studienzweifler ein „Speed-Dating“ in den Räumen des Technologie- und Tagungszentrums.

„Von 16.30 bis 19.30 Uhr sollen Betriebe und Studierende die Möglichkeit erhalten, sich rasch und einfach kennenzulernen und gegebenenfalls für weitere Bewerbungsgespräche zu verabreden“, fasst Edgar Losse, einer der Berater für Studienzweifler bei der Arbeitsagentur, das Konzept knapp zusammen. Mut macht den Verantwortlichen die Erfahrung des Netzwerks in Kassel: Dort gab es bereits drei Speed-Datings, man habe „immer eine sehr gute Beteiligung von Betrieben und Studienzweiflern erreicht“, fasst IHK-Projektleiter Walter Ruß die Erfahrungen zusammen.

Bedarf und Interesse 
gibt es auf beiden Seiten

Harald Parzinski, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim hessenweiten Studienzweifler-Projekt, ergänzt dies mit dem wichtigen Hinweis auf die guten Vermittlungszahlen durch das Speed-Dating: „Wir gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der Studienzweifler eine Ausbildungschance erhalten hat.“ Dort hatten sich pro Veranstaltung 50 potenzielle Studienaussteiger bei 20 Betrieben vorgestellt.

In Marburg wünschen sich die Macher ein vergleichbar starkes Echo bei den ausbildenden Betrieben und den ausbildungssuchenden Studienzweiflern: „Die immer intensiver nachgefragte Beratungsarbeit der letzten drei Jahre hat uns gezeigt, dass der Bedarf und das Interesse auf beiden Seiten da sind: Ein Wechsel in die berufliche Bildung ohne lange Wartezeiten ist für Studienaussteiger attraktiv und umgekehrt finden so Unternehmen interessante Bewerber für noch unbesetzte Stellen“, weiß Losse.

„Anfragen nach Ausbildungsstellen im Handwerk nehmen seit einiger Zeit zu und das macht sich auch in der steigenden Quote der Abiturienten in den Ausbildungsberufen bemerkbar. Auch vor diesem Hintergrund freuen wir uns, dass wir nun in Marburg diese gute Gelegenheit der Begegnung für Betriebe und Studienzweifler schaffen“, ergänzt Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher.

Teilnahme ist kostenlos

Schon nach kurzer Zeit der Informationsarbeit seien sechs Betriebe entschlossen, mitzumachen. Mit dem Entschluss, auch in Marburg ein Speed-Dating zu veranstalten, sehen sich die Veranstalter also auf dem richtigen Weg. Außer in Kassel sei dieses Format hessenweit noch nicht erprobt worden, weiß Harald Parzinski, und setzt deshalb nicht zuletzt auf den Neuigkeitseffekt vor Ort.

Kosten entstehen den teilnehmenden Betrieben nicht. Sie erhalten die Chance, sich in den Gesprächen mit den Interessenten vorzustellen und eine Vorauswahl unter den Kandidaten zu treffen. Die Veranstalter übernehmen die Vorbereitung, bewerben die Aktion bei den Studierenden und organisieren die Veranstaltung: „Mehr kann man fast nicht tun“, fasst Edgar Losse die Intentionen des Netzwerkes zusammen, das seit drei Jahren zusammenarbeitet.

  • Interessierte Betriebe können sich informieren und anmelden bei Harald Parzinski, E-Mail: parzinski.harald@bwhw.de, Telefon: 0 60 32 / 86 95 87 12, und Walter Ruß, E-Mail: russ@kassel.ihk.de, Telefon: 05 61 / 7 89 13 73. Eine Online-Anmeldung für Studierende und weitere Informationen zum Netzwerk finden sich im Internet unter: www.zweifel-am-studium.de/marburg
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