Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Patienten spenden fast 147.000 Euro

Wohltätigkeit Patienten spenden fast 147.000 Euro

Mehrere Tausend Zahnarzt-Patienten aus Marburg und dem Ostkreis haben eine Spende von fast 147.000 Euro ermöglicht: Sie spendeten ihre unbrauchbar gewordenen Kronen, Brücken und Prothesenteile.

Voriger Artikel
Flexibilität hilft Älteren bei der Jobsuche
Nächster Artikel
Internet soll schneller schneller werden

Vertreter der Zahnarztpraxen übergaben die Spenden aus der 14. Altgoldsammelaktion von Zahnärzten aus Marburg und dem Ostkreis an die sozialen Einrichtungen.

Quelle: Privatfoto

Kirchhain. Ein Sammelsurium von verschiedenen Metallen, Kunststoffen, Keramiken und gezogenen Zähnen mit einem Gesamtgewicht von fast 13,5 Kilogramm kam in der etwa zweijährigen Sammelphase der Aktion zusammen.

Initiert wurde diese im Jahr 1987 von Dr. Sabine Friese, die mittlerweile in der Organisation von Dr. Hartmut Combecher unterstützt wird.
„Wir sammeln etwa zwei Jahre lang unbrauchbar gewordene Zahnersatzteile, lassen diese dann sortieren und die Metalle einschmelzen. Das so zusammengekommene Geld wird an verschiedene gemeinnützige und soziale Einrichtungen gespendet“, erklärt Friese das Ziel der Aktion. Fing sie vor 23 Jahren noch alleine an, sind mittlerweile 60 Zahnarztkollegen aus 44 Praxen der Kreisstelle Marburg der Landeszahnärztekammer Hessen beteiligt.

Mehrere Tausend Patienten stiftete ihre Prothesenteile, Kronen und Brücken in den vergangenen zwei Jahren. Fast 13,5 Kilogramm waren es, die Friese und Combecher an die Firma Heraeus Kulzer nach Hanau zum Scheiden weitergaben. Nachdem dort die Metalle auf Kosten des Unternehmens heraus geschmolzen waren, verblieb eine Masse von 8,3 Kilogramm. Die Edelmetalle Gold (3,9 Kilogramm) Silber (0,8 Kilogramm), Palladium (1,2 Kilogramm) und Platin (0,3 Kilogramm) wurden getrennt und infolge des derzeit hohen Goldpreises mit dem Ergebnis von 146.621 Euro vergütet.

„Weil die Sparkasse Marburg-Biedenkopf keine Gebühren für die Kontoführung und die Bereitstellung für die Tresorfächer, in denen die Spendenstücke bis zum Scheiden aufbewahrt werden, berechnet und die Verwaltung ehrenamtlich in den Praxen erfolgt, kann der gesamte Betrag auch diesmal wieder ohne jeden Abzug ausgeschüttet werden“, sagt Friese erfreut.

von Katharina Kaufmann

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr