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Patienten müssen sieben Stunden warten

Uniklinikum Marburg Patienten müssen sieben Stunden warten

Wer sich derzeit in der Augenklinik des Universitätsklinikums behandeln lassen muss, muss Wartezeiten von sieben Stunden einkalkulieren.

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Marburg. Im Eingangsbereich der Augenklinik hängt eher verschämt ein Papier im Din-A-4-Format, auf dem der Direktor der Augenklinik, Professor Dr. Walter Sekundo, mitteilt, dass wegen Schwangerschaft und Krankheit derzeit etwa ein Drittel der Ärzte fehlt. Es könne zu Wartezeiten von bis zu sieben Stunden kommen. Patienten mit „Bagatellnotfällen (ohne extreme Eile)“ werden an die niedergelassenen Augenärzte verwiesen. Patienten mit bereits vereinbarten Terminen bekommen „alternative Ausweichtermine“ angeboten.

Kliniksprecher Frank Steibli spricht von einem „vorübergehenden Engpass“, zu dem mehrere zeitlich parallel auftretende Faktoren - neben Krankheit und Schwangerschaft noch Fortbildung einzelner Ärzte - beigetragen hätten. Ende Mai werde sich die Lage deutlich entspannen, für Ende Juni rechnet Steibli wieder mit dem Normalbetrieb.

Während der Kliniksprecher keinen Zusammenhang mit der gegenwärtigen Diskussion über Stellenabbau am UKGM sieht, wird dies unter Mitarbeitern anders gesehen. Der Hinweis vor der Augenklinik gilt vielen als Indiz für die schon jetzt katas­trophale personelle Ausstattung am Universitätsklinikum.

Die Betriebsräte der Standorte Marburg und Gießen sowie die Gewerkschaft Verdi forderten gestern von dem neuen Klinikchef Martin Menger erneut, den „kalten Stellenabbau“ zu stoppen. Diese Forderung unterstützen bereits 15000 Menschen in Gießen und Marburg.

von Till Conrad

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Marburg

Ein Hinweis vor der Augenklinik auf Personalengpass und unzumutbar lange Wartezeiten  symbolisiert das ganze Dilemma am Universitätsklinikum.

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