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Reihenpflegegräber werden selten genutzt

Ortsbeirat Bottenhorn Reihenpflegegräber werden selten genutzt

Die Bottenhorner stellten einen Antrag an Gemeindeverwaltung, die Gebühr für Reihenpflegegräber deutlich zu senken.

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Seit seiner Errichtung ist das Mustergrabfeld für Reihenpflegegräber nur einmal belegt worden. Der Bottenhorner Ortsbeirat möchte das nun mit einer Gebührenanpassung ändern.

Quelle: Peter Piplies

Bottenhorn. Die Bottenhorner möchten eine Angleichung bei ihren Friedhofsgebühren. Dazu stellten Ortsvorsteher Michael Rombach und seine Kollegen im Ortsbeirat in der jüngsten Sitzung einen Antrag an Gemeindevorstand und Gemeindevertretung. Ein Reihenpflegegrab soll zukünftig 800 Euro, ein gutes Fünftel, weniger kosten.

Seit Jahren wird in der Großgemeinde über zukünftige Grabformen und Grabgestaltung diskutiert. In dem Bad Endbacher Ortsteil wurde 2012 ein Mustergrabfeld für Reihenpflegegräber erstellt, damit sich die Parlamentarier und Bürger diese Grabform anschauen können.
Bei dieser Bestattungsform zahlen die Angehörigen einmalige Kosten und die Gemeinde sorgt dann für die Pflege der Grabanlage – bis die Ruhezeit endet und das Grabfeld wieder neu belegt werden kann.

Inzwischen werden auf verschiedenen Friedhöfen der Großgemeinde vergleichbare Reihenpflegegräber angelegt – allerdings wurden hier sogenannte Grabkammern eingebaut. Damit kann das Grab mehrfach belegt werden. ­Außerdem verkürzt sich die Ruhezeit von 30 auf 20 Jahre. Beides reduziert den Pflegeaufwand für die Nutzungszeit und damit auch die Kosten für das entsprechende Grab.

Argument: Unbelegte Gräber kosten Stadt mehr

Die Anlage in Bottenhorn jedoch enthält keine Grabkammern und eine­ Mindestruhezeit von 30 Jahren – der Aufwand für die Gemeinde ist damit entsprechend – zumindest nach der Kalkulation – höher und somit auch die Kosten für diese Grabform. Sie betragen laut Gebührenordnung 3750 Euro. Die Kosten für ein vergleichbares Reihenpflege­grab mit Grabkammer dagegen liegen bei 2950 Euro.

Seit Erstellung der Mustergrabanlage 2012 wurde bisher nur ein einziges Grabfeld belegt. Der Ortsbeirat vermutet die hohen Kosten als Grund dafür. Deshalb erging nun der einstimmige Antrag, die Kosten auf die sonst „üblichen“ von 2950 Euro zu reduzieren. Das Argument: Trotz der höheren „kalkulatorischen Kosten“ für das Mustergrabfeld wegen einer längeren Pflegezeit hätte die Gemeinde praktisch noch höhere Kosten, wenn die Gräber gar nicht belegt werden und die Gesamtanlage trotzdem über Jahrzehnte hinweg unterhalten werden muss.

Nach Vollbelegung der Mustergrabanlage wünscht der Ortsbeirat ebenfalls ein Grabkammersystem für Bottenhorn. Dann könnte auch diese Bestattungsform in dem Ortsteil angeboten und die Preisgestaltung in der gesamten Großgemeinde vereinheitlicht werden, erläuterte Rombach.

von Peter Piplies

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