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Elmshäuser kritisieren Gemeinde

Ortsbeirat Elmshäuser kritisieren Gemeinde

Wird unsere Arbeit überhaupt noch ernst genommen? Diese Frage stellten sich die Ortsbeiratsmitglieder in Elmshausen während ihrer jüngsten Sitzung gleich mehrfach.

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Ausgewaschen und zerfurcht wie die Zufahrt zur Schutzhütte ist, kann man sie mit einem Auto kaum noch befahren.

Quelle: Sascha Valentin

Elmshausen. Auslöser für den Unmut der Ortsbeiratsmitglieder war, dass auf mehrere Anfragen und Wünsche, die das Gremium in seinen Protokollen aufführte, die Gemeindeverwaltung nicht reagierte. Als ein Beispiel führte Elmshausens Ortsvorsteher Herbert Kreiner die Zufahrt zu Schutzhütte an. Der Schotterweg sei mittlerweile so ausgewaschen, dass er mit einem Auto kaum noch zu befahren sei.

Dabei fand Ende August des vergangenen Jahres ein Ortstermin statt, in dessen Folge das Bauamt beauftragt werden sollte, für Abhilfe zu sorgen. Geschehen sei innerhalb dieses Jahres aber nichts, so Kreiner. Gemeinsam mit seinen beiden Ortsbeiratskollegen erneuerte­ er nun die Forderung an das ­gemeindliche Bauamt, sich den Zustand des Weges anzuschauen und diesen schnellstens auszubessern.

Alte Investitionswünsche bleiben die Neuen

„Wir können von Glück sagen, dass die Gräben am Friedhof geöffnet wurden und dadurch das Regenwasser und das mitgespülte Geröll abfließen konnten“, stellte Kreiner fest. Ansonsten würde das Wasser bis auf die Straße fließen. Die Zufahrt zum Friedhof ist jedoch nicht das einzige Problem, auf das der Ortsbeirat hingewiesen und die Gemeinde nicht reagiert habe. Auch zu den meisten Wünschen, die das Gremium in den vergangenen Jahren an den Haushalt äußerte, habe es nie eine Rückmeldung gegeben, so Kreiner.

Sicherlich auch ein wenig aus Resignation darüber verzichtete der Ortsbeirat darauf, neue Investitionswünsche zu nennen und hat stattdessen die alten wieder aufgeführt. Dazu gehören eine Behindertentoilette­ und eine Trennwand für das Dorfgemeinschaftshaus, Strom und Wasser für die Dorfscheune, das Anlegen eines Bohnengrabfeldes und die Befestigung des Parkplatzes am Friedhof sowie Straßensanierungen wie der Ausbau der Eisenstücke, des Gehwegs Rosenstraße oder die Teilerneuerung „Am Roßberg“ inklusive des Wendehammers.

Zu keinem dieser Punkte habe es jemals eine Reaktion von der Gemeinde gegeben, obwohl sie schon mehrmals in den Protokollen und den Haushaltswünschen aufgetaucht sind, bestätigte Kreiner. „Da fragt man sich wirklich, welchen Sinn der Ortsbeirat überhaupt noch hat“, fügt er ernüchtert hinzu.

von Sascha Valentin

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