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Straßenlampen: Anwohner fürchten Mehrkosten

Ortsbeirat Wallau Straßenlampen: Anwohner fürchten Mehrkosten

Das Thema Straßenbeleuchtung treibt die Wallauer um. Der Ortsbeirat hat sich deshalb mit Carsten Drobe vom städtischen Bauamt getroffen, um genaue Informationen zu erhalten. Besonders die Frage, welche Kosten womöglich auf Anwohner zukommen, wenn die Straßenbeleuchtung ausgebaut wird, beschäftigte den Ortsbeirat.

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In Wallau wird es nachts bald heller. Ob Anwohner für die bessere Beleuchtung zur Kasse gebeten werden, wird noch diskutiert.

Quelle: Seedo / pixelio.de

Wallau. Hintergrund der Diskussion­ ­
ist das Projekt „Mehr Licht für Biedenkopf“, das die Zählgemeinschaft aus CDU, BB und FDP gestartet hat, um die Straßenbeleuchtung in Biedenkopf zu verbessern. Bürger und Ortsbeiräte hatten dabei Straßen und Plätze gemeldet, an denen die Beleuchtung verbessert werden könnte. Ausgehend davon hatte die Stadtverwaltung eine zehnseitige Liste mit möglichen Projekten und deren Kosten ­erstellt. Der Bauausschuss erarbeitete Vorschläge zur Dringlichkeit der Umsetzung. Die für Wallau als vorrangig eingestuften Maßnahmen hat nun erneut der Ortsbeirat diskutiert.

Bauamtsmitarbeiter Carsten Drobe erklärte den Ortsbeiratsmitgliedern zunächst, dass ­eine effektive Straßenbeleuchtung ­einen Mastabstand von maximal 35 Metern bei einer Masthöhe von 4,5 Metern voraussetzt. Die in Biedenkopf installierten neuen Straßenlampen erfüllten diese Voraussetzungen. „Die Lampen leuchten den Gehweg – und nicht wie in der Vergangenheit die Vorgärten und Häuserwände – aus“, erklärte Drobe und verwies auch auf die „enorme Energieeinsparung“ durch die neuen Lampen.

Debatte über Status 
der Forsthausstraße

Besonders interessant für die Wallauer waren die Informationen, die Drobe zur geplanten Verbesserung der Straßenbeleuchtung in der Forsthausstraße gab. Die Straße sei im Katalog „Mehr Licht für Biedenkopf“ als Schulweg eingestuft. Deshalb sollten dort fünf zusätzliche Lampenmasten aufgestellt werden. Kosten pro Mast: 3500 Euro. Die Gesamtkosten sind laut Drobe möglicherweise „beitragspflichtig“. Entsprechend könnten Kosten für Anwohner entstehen.

Ortsvorsteher Jörg Sperling (UBL) erklärte, dass Anwohner den Ortsbeirat angeschrieben und mitgeteilt hätten, dass die Forsthausstraße gar nicht mehr als Schulweg genutzt werde. Der Ortsbeirat sprach sich dafür aus, dass die städtischen Gremien die Priorität der Forsthausstraße von sehr wichtig (Priorität 1) auf weniger wichtig (Priorität 3) ändern – unter Berücksichtigung der von den Anwohnern vorgebrachten Argumente.

Ortsbeiratsmitglied Jörn Schreiber (UBL) wies darauf hin, dass von einer „exzellenten“ Straßenbeleuchtung alle Bürger profitierten und somit die Kosten auch von der Allgemeinheit zu tragen seien. Karl-Eduard Eschmann (CDU) entgegnete, dass ein solcher Beschluss in der Bevölkerung ein Anspruchsdenken wecken könne. Letztlich einigte sich der Ortsbeirat auf den Vorschlag, dass das Biedenkopfer Parlament über diese Frage in der Diskussion über eine „Wiederkehrende Straßen­beitragssatzung“ sprechen ­sollte. Die weiteren im Beleuchtungskatalog als dringlich eingestuften Straßen nahm der Ortsbeirat zur Kenntnis.

von Erich Frankenberg

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