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Hinterland Ohne Attraktion geht‘s auch
Landkreis Hinterland Ohne Attraktion geht‘s auch
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18:04 10.04.2012
Beim „Tower of Power“ waren Geschicklichkeit und Teamgeist gefragt.Foto: Jürgen Jacob
Holzhausen

In einem Anspiel beim morgendlichen Gottesdienst zeigte das „Jugendgottesdienst-Team“, in einem „Laden der Kräfte“, dass es viele Wege gibt, sich stark zu fühlen oder es sogar zu sein: Asterix schlürft seinen Zaubertrank, Popeyes Muskeln wachsen durch Spinat. „Kurzzeitig mag man sich damit toll fühlen“, stellte die Weidenhäuser Gemeindepädagogin Isabella Wabel in ihrer Predigt fest. Doch alle diese Kraftspender seien nicht auf Dauer angelegt, sondern wirkten nur vorübergehend oder gar nur äußerlich.

„Es fehlt einfach etwas, das tiefer geht und auf das man sich verlassen kann“, führte sie weiter aus und schlug dabei den Bogen zur Passionsgeschichte.

In seinem Leid und dem, was Jesu vor seinem Tode am Kreuz ertragen musste, habe er schwach gewirkt - dem Anschein nach. Tatsächlich sei genau dies sein vielleicht stärkster Moment gewesen. Denn mit seiner Leidensgeschichte und dem Tod habe er eines bewiesen, stellte Wabel fest: „Gerade aus vermeintlichen Momenten der Schwäche können wir eine Menge Kraft und Stärke schöpfen. Stark sein im Schwachen nennt man das.“

Dass tatsächlich nicht immer der augenscheinlich Stärkere der Gewinner ist, zeigte auch das vom Mitarbeiterkreis der Dekanatsjugend vorbereitete Quiz, das die Anwesenden durchaus staunen ließ. Darin erfuhren sie etwa, dass eine Schnecke mehr Zähne hat als ein Wal, dass eine winzige Malaria-Mücke gefährlicher ist als eine Giftschlange und dass ein Riesen-Mammutbaum mehr wiegt als 13 Blauwale.

Musikalisch wurde das Ostertreffen in diesem Jahr vom Jugendchor Friedensdorf sowie der „JuGo“-Band gestaltet. Mit einem Geschenk mit „Starken Sachen“ im Gepäck ließen sich die mehr als 350 Gottesdienstbesucher im Anschluss auch vom nass-kalten Wetter nicht die Laune verderben und verbrachten das Spiel- und Mitmachprogramm kurzerhand auf den drei Etagen in der Freizeit- und Bildungsstätte. Dort konnten sie sich unter anderem an einer modernen Version des Turmbaus zu Babel versuchen, bei verschiedenen Spielen ihre Geschicklichkeit austesten, in einer Kreativwerkstatt Karten basteln oder dank Spielekonsolen Rennen fahren und sich als „Singstar“ beweisen.

„Unsere Besucher haben sich auch ohne große Attraktion wohlgefühlt und gezeigt, dass man auch mit teilweise älteren Spiel-Ideen viel Spaß haben kann“, zeigte sich Dekanatsjugendreferent Klaus Grübener erfreut und kündigte an: „Im nächsten Jahr gibt es dann bei schönem Wetter auch wieder draußen Spiel und Spaß.“ Ein weiterer Höhepunkt folgte am Nachmittag in der Kirche, wo sieben verschiedene Jugend- und Teenkreise aus dem Dekanat ihre Beiträge zu dem Wettbewerb „das Wir gewinnt“ präsentierten.

In den vergangenen Wochen hatten sie sich mit dem Thema des Ostertreffens beschäftigt und ihre Gedanken zu Stärke und Schwäche in Lieder, kurze Spielszenen und kleine Filme umgesetzt, die sie nun ihrem Publikum präsentierten.

Die Besucher stimmten dann darüber ab, welches der beste Beitrag war. Am Ende gewann der Jugendkreis „Cross-‘over“ mit seinem Film „Stattsfeind Nummer zwei“ vor dem musikalischen Beitrag des Jugendkreis Friedensdorf und dem filmischen Beitrag des Jugendkreises Herzhausen. Alle sieben Gruppen erhielten einen Preis.

von Jürgen Jacob

Andächtig verfolgten die Zuhörer in der Martinskirche das Konzert zur Sterbestunde Jesu. Die Altistin Petra Naumann-Richter und Sopranistin Susanne Zeiher überzeugten stimmlich.

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