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„Ob Bremsscheiben 5 Euro oder 30 Euro kosten, ist egal“

Arbeitsgericht Marburg „Ob Bremsscheiben 5 Euro oder 30 Euro kosten, ist egal“

„Wenn ich einen Vorgesetzten fragen will, ob ich etwas mitnehmen darf, dann frage ich erst und handele dann“, sagte Arbeitsgerichts-Direktor Hans Gottlob Rühle bei der Urteilsverkündung.

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Die Verhandlung fand am Freitag im Marburger Arbeitsgericht statt.

Quelle: Michael Acker

Marburg. Ein Gießereiarbeiter der Firma Winter klagte gestern vor dem Marburger Arbeitsgericht auf Weiterbeschäftigung. Er hatte am 16. Juli eine fristlose Kündigung wegen Diebstahlversuchs erhalten.

Nach Angaben der Firma soll er am 7. Juli versucht haben, zwei VW-Bremsscheiben zu entwenden. Dabei wurde er von einem Teamleiter beobachtet, der zunächst seinen Vorgesetzten und dann den Werkschutz informierte.

Der gekündigte Mitarbeiter stellte dazu fest, dass er eindeutig zu verstehen gegeben habe, dass er die Scheiben nicht stehlen wollte. Er habe die Scheiben in Ölpapier eingepackt, um später den Vorgesetzten zu fragen, ob er sie mitnehmen kann.

Um den Sachverhalt zu klären, hatte Rühle den Teamleiter als Zeugen benannt. Bei der Anhörung schilderte dieser, dass er die zwei in Ölpapier eingewickelten Scheiben gesehen habe, als er auf dem Weg war, einen Schaden in der Lackieranlage zu beheben.
„Auf dem Weg dorthin habe ich mich gewundert, dass die Scheiben in Ölpapier eingepackt waren und etwas versteckt lagen. Normalerweise werden die Bremsscheiben nicht in Ölpapier eingepackt“, so der Teamleiter. Er habe dann weiter beobachtet, wie der Gießereiarbeiter in den Aufenthaltsraum ging und seinen Rucksack holte.

von Michael Acker

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