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Nur „Lammerich“ bietet schnelle Lösung

Baugebiete Nur „Lammerich“ bietet schnelle Lösung

Die Infrastruktur in der Gladenbacher Kernstadt lockt junge Familien an. Mit ausreichend Bauplätzen kann die Stadt zurzeit nicht dienen. Deshalb sollen zwei neue Gebiete erschlossen werden.

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Auf der „Lammerich“ könnten in relativ kurzer Zeit 35 neue Bauplätze entstehen. Die Anbindung würde über die Bundesstraße 255 erfolgen.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Die Stadt Gladenbach hat in den vergangenen Jahren jede Menge neue Baugebiete erschlossen. Die in den großen Stadtteilen, Mornshausen, Weidenhausen und Erdhausen füllten sich schnell, schleppender laufe es auf den kleineren Dörfern, bedauert Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim, gibt aber zu bedenken, dass man auch der Eigenentwicklung dieser Stadtteile Rechnung tragen müsse.

Dem sei die Stadt nachgekommen, erinnerte er am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung aller Gladenbacher Fachausschüsse. Die betreffenden Stadtverordneten waren zusammengekommen, um sich ein Konzept des Pforzheimer Unternehmens Weber-Consulting GmbH vorstellen zu lassen, das sich mit der möglichen Erschließung eines Wohngebietes auf der „Lammerich“ befasst. „Wir übernehmen uns nicht, wenn wir beide Gebiete anfassen“, sagte der Bürgermeister im Hinblick darauf, dass auch im Hainpark ein Baugebiet entwickelt werden soll.

In wenigen Tagen beginnt die Erschließung eines Minibaugebietes in der nördlichen Karl-Waldschmidt-Straße. Die dort vorgesehenen acht Bauplätze sind allesamt bereits verkauft. Das wertet Knierim als ein Indiz für das zunehmende Interesse an Bauplätzen in der Kernstadt. Das belegten aber auch zahlreiche Anfragen von Bauwilligen im Rathaus, sagte das Stadtoberhaupt. Die Tatsache, dass Gladenbach über ausreichend hervorragendes Gelände für Wohnbebauung verfüge, bezeichnete er als ein „Luxusproblem“. Die Entwicklung und Erschließung des vorgesehenen Areals auf der „Lammerich“ durch ein privates Unternehmen hätte unter anderem den Vorteil, dass es sehr viel schneller bebaut werden könnte, als wenn alle Verfahren in Händen der Stadt lägen.

Die weitere Erschließung des Hainpark-Areals zwischen der Karl-Waldschmidt-Straße und der Biedenkopfer Straße wird wohl deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als das „Lammerich“-Projekt, denn am Hain müssen unter anderem anstehende Probleme mit der Entwässerung gelöst werden. Sollten sich die städtischen Gremien entschließen, die Erschließung in private Hände zu geben, könnte Anfang 2011 auf der„Lammerich“ die ersten Häuser gebaut werden. Die Gremien werden sich voraussichtlich in einigen Wochen mit einem noch vorzulegenden sogenannten Maßnahmenträgervertrag von Weber-Consulting beschäftigen.

von Hartmut Berge

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