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Hinterland Novartis verkauft die Blutdiagnostik-Sparte
Landkreis Hinterland Novartis verkauft die Blutdiagnostik-Sparte
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20:18 12.11.2013
Marburg

Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis beginnt seinen angekündigten Konzernumbau: Der Arzneimittelhersteller gab in Basel bekannt, dass er seine Blutdiagnostik-Sparte für fast 1,7 Milliarden US-Dollar an das spanische Unternehmen Grifols verkauft. Der Vorstandsvorsitzende von Novartis, Joe Jimenez, erklärte in einer Pressemitteilung, der Verkauf erlaube es dem Konzern, sich stärker auf das strategische Geschäft zu konzentrieren.

Novartis hatte das Geschäft mit Bluttransfusionsdiagnostik im Jahr 2006 durch Chiron erlangt und der Sparte Impfstoffe und Diagnostika zugeteilt, diese hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 565 Millionen US-Dollar erzielt. Die jetzt verkaufte Sparte vertreibt hauptsächlich Tests, um Blutkonserven auf Virusinfektionen wie Aids oder Hepatitis zu prüfen. Der spanische Blutdiagnostik-Spezialist mit Sitz in Barcelona ist nach Angaben von Novartis der weltweit drittgrößte Hersteller von Medikamenten aus Blutplasma.

Vom Verkauf unberührt bleibe das eigene Diagnostikgeschäft von Novartis, darunter zum Beispiel die Krebsdiagnostik. Auch die Geschäfte mit Impfstoffen und rezeptfreien Medikamenten stehen offenbar zur Disposition. Der Konzern prüft derzeit, in welchen Markt es weiter vertreten sein will, konkret welche Teilverkäufe noch anstehen. Der Vorstand betrachtet nach Agenturangaben nur das Kerngeschäft mit innovativen Medikamenten und die Marken Sandoz (Generika) und Alcon (Augenmittel) außerhalb der Verkaufsdiskussion. In den genannten Bereichen machte Novartis einen Umsatz von rund zehn Milliarden Dollar im Jahr. Das Impfstoffgeschäft war für den Konzern zuletzt nicht besonders stark. Der Bereich Impfstoffe und der verbleibende Rest der Diagnostik steht für einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Dollar. Die Impfstoff-Sparte ist in Deutschland an den Standorten Marburg (Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH) sowie in Holzkirchen ansässig.

Das Marburger Personal ist vom Verkauf an den spanischen Konzern kaum betroffen: Nach Angaben des Unternehmens hat am Behring-Standort lediglich ein Mitarbeiter das verkaufte Diagnostik-Geschäft in Deutschland betreut.

von Anna Ntemiris

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