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Novartis entlässt 41 Mitarbeiter

Umstrukturierungen Novartis entlässt 41 Mitarbeiter

Bis Ende 2011 will die Novartis Vaccines and Diagnostics in Marburg 41 Arbeitsplätze streichen. Der Grund dafür sind Umstrukturierungen im Unternehmen.

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Die ehemaligen Behring-Werke im Marburger Stadtteil Marbach aus der Luft betrachtet. Der Behring-NAchfolger Novartis will bis Ende 2011 insgesamt 41 seiner Mitarbeiter entlassen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG will den Marburger Konzernstandort konsequent zum Exzellenzzentrum für die moderne Impfstoffproduktion ausbauen. Weltweit sei die Einführung einer Produktivitäts-Initiative geplant, die auch eine Umstrukturierung von Produktionsabläufen einschließe, teilte der Pharmakonzern gestern gegenüber der OP mit. In diesem Zuge sei der Abbau von 41 festen Arbeitsplätzen in Marburg bis zum Ende des Jahres 2011 geplant, hieß es aus der Novartis-Pressestelle.

Die rund 1 200 Mitarbeiter erfuhren am Dienstag von den Plänen ihres Arbeitgebers – und auch davon, dass 41 von ihnen demnächst ein Kündigungsschreiben erhalten werden.

Der langfristige Fokus liege in Zukunft, so lautete die Stellungnahme von Novartis, auf dem neu erbauten hochmodernen MARS-Standort, der im Laufe des Jahres 2011 systematisch und Schritt für Schritt in Betrieb genommen werde.

60 neue Arbeitsplätze sollten dort, am Marburger Standortentwicklungs-Projekt (MARS), eigentlich zusätzlich entstehen. Das sahen die Planungen bei Baubeginn im Juni 2008 jedenfalls vor. Ob dies weiterhin so ist, und ob eventuell einige der entlassenen Mitarbeiter dort weiterbeschäftigt werden, ließ das Unternehmen auf Nachfrage der OP offen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat würden jetzt sozialverträgliche Rahmenbedingungen definiert und individuelle Lösungen gesucht, lautete die Antwort stattdessen.

Auf dem MARS-Gelände errichtet das Unternehmen neue Anlagen für die Produktion von Tollwut- und FSME-Impfstoffen sowie ein Qualitätskontrollgebäude, das bereits seit Anfang dieses Jahres in Betrieb ist. Dort sollen zukünftig von etwa 300 Mitarbeitern maximal 20 Millionen Dosen Tollwut- oder 40 Millionen Dosen FSME-Impfstoff produziert werden. Das ist nach Angaben des Konzerns eine Verzehnfachung der gegenwärtigen Produktionskapazität. Laut Unternehmen liegen die Arbeiten an dem Projekt im Zeitplan, die offizielle Eröffnungsfeier war kürzlich wegen des routinemäßigen aber unangekündigten Besuchs der Food and Drug Administration (FDA) von September auf das nächste Frühjahr verlegt worden. Derzeit finden die Validierungsläufe für die Vorbereitung der behördlichen Zulassungen statt.

von Katharina Kaufmann

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