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Novartis-Mitarbeiterin will Abfindung

Arbeitsgericht Novartis-Mitarbeiterin will Abfindung

Weil sie seit knapp 20 Monaten wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann, hat eine Novartis-Mitarbeiterin die Kündigung erhalten – und das gleich zweimal.

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Das Arbeitsgericht in Marburg hat bislang noch keine Entscheidung im Fall der gekündigten Novartis-Mitarbeiterin getroffen.

Marburg. Der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Marburg war mehr als nur ein Kündigungs-Widerspruch. Es war der Versuch einer zweifachen Mutter, ihre Kündigung abzuwenden oder zumindest eine höhere Abfindung zu erhalten – völlig zu unrecht, wie die Beklagtenseite befindet.

„Betriebliche Veranlassung“ – so lautete der Kündigungsgrund, der der Klägerin im Juli zugestellt wurde. Und das nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit. Sie legte Widerspruch ein und bekam recht. Denn, wie sich herausstellte, wurde der Betriebsrat nicht zu einer betriebsbedingten, sondern zu einer krankheitsbedingten Kündigung angehört.

Die Betriebsratsmitglieder widersprachen zudem der Kündigung, sei doch die Arbeit der Klägerin stets zur vollsten Zufriedenheit gewesen.

Das sieht der Arbeitgeber, die Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG, ganz anders. Am 27. August folgte die zweite Kündigung. „Ich bleibe bei dem Kündigungsgrund. Da weiche ich nicht von ab. Wir haben es mit signifikanten Arbeitsausfällen zu tun. Und wir sehen eine Steigerung in den vergangenen drei Jahren“, unterstrich der Vertreter der Beklagtenseite.

Da sich die verbesserte Gesundheitsprognose auch auf die Kündigung auswirken kann und beide Parteien keine Einigung erzielten, beraumte Rühle einen Kammertermin für den 10. Dezember, 12 Uhr, an.

von Marie Lisa Schulz

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