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Hinterland Nickel Fensterbau schafft Arbeitsplätze
Landkreis Hinterland Nickel Fensterbau schafft Arbeitsplätze
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20:01 09.12.2011
Heinz-Albert Nickel (links) und Nufal Ok besiegeln die Partnerschaft. Quelle: Privatfoto

Rollshausen. Der 40-jährige Nufal Ok übernahm zum 1. November die Firma von Heinz-Albert Nickel, der das Unternehmen seit dem Jahr 1982 erfolgreich führte. Der 65-Jährige ist auch weiterhin aktiv in der Firma Nickel Fensterbau.

Die drei Mitarbeiter des Unternehmens wurden übernommen, und im nächsten Jahr will Nickel Fensterbau erneut expandieren.

„Wir werden einige neue Mitarbeiter  einstellen und die Firma vergrößern. Der Firma geht es sehr gut, so dass der erfolgreichen Fortsetzung der 125-jährigen Firmengeschichte nichts im Wege steht“, sagt Nufal Ok, der seit mehr als 20 Jahren selbstständig im Fensterbereich tätig ist und in Lahnau-Dorlar wohnt, im Gespräch mit der Oberhessischen Presse.

Die Firmengeschichte begann im Jahr 1886. Der am 16. Oktober 1857 geborene Johann Jost Nickel gründete in diesem Jahr die Schreinerei. Bereits im 37. Lebensjahr verstarb der Firmengründer und sein Bruder Johann Christian Nickel, ebenfalls Schreiner, führte die Geschäfte weiter.

1913 folgte Heinrich Nickel, der mit einem Cousin das elterliche Geschäft fortführte. Sein erster größerer Auftrag war die Herstellung und der Einbau von Holzfenstern für den Schulneubau in Rollshausen. 1921 legte Heinrich Nickel seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Kassel ab.

1923 wurde Rollshausen an das Stromnetz angeschlossen, im Jahr darauf liefen bereits die ersten Maschinen. Damit waren die Weichen gestellt für eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung.

Heinrich Nickel junior legte am 11. Juli 1953 die Meisterprüfung ab und übernahm 1958 offiziell das Geschäft. Bereits in den Jahren zuvor hatte er aufgrund gesundheitlicher Probleme seines Vaters immer mehr Verantwortung übernommen.

In diese Zeit fiel auch die Errichtung eines neuen Werkstattgebäudes, mit dem sichtbare Akzente gesetzt wurden.

1955 kam das erste Firmenfahrzeug zum Einsatz, und das Betätigungsfeld dehnte sich erheblich aus – auch auf den damaligen Landkreis Gießen.

1969 wurde die erste Werkstatt abgerissen und eine neue, größere Fertigungshalle gebaut.

1973 erfolgte die Hallenerweiterung sowie die endgültige Umstellung von auf Holz- und Kunststoff-Fenster-Fertigung.

1980 folgte die Erweiterung der Holz-Lagerhalle und der Bau der Späneverbrennungsanlage begann.

1982 übertrug Heinrich Nickel die Geschäftsleitung an seinen Sohn Heinz-Albert Nickel.

Heinz-Albert Nickel legte 1964 die Prüfung als Schreiner-Geselle ab und erwarb im Jahr 1971 den Meistertitel im Tischler-Handwerk. „Höchstmögliche Güteklasse, gleichbleibende Qualität und termingerechte Fertigstellung“ waren die unternehmerischen Maxime von Heinz-Albert Nickel. Diese Maxime werden laut Nufal Ok auch in Zukunft die Geschichte von Nickel Fensterbau prägen.

Die Firma Nickel Fensterbau bietet Kunststoff-Fenster und -Haustüren, Rollläden, Garagenrolltore und Antriebstechnik sowie Zimmertüren an. Beratung, Planung, Kundendienst und Wartung sowie Fertigung nach Maß und anschließender Einbau gehören weiterhin zum Programm der Firma in der Herborner Straße 7 in Lohra-Rollshausen.

von Michael Acker