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„Neuweltkamele“ spucken nur in Bedrängnis

Bischoffen „Neuweltkamele“ spucken nur in Bedrängnis

Die Eheleute Annette und Matthias Gauly halten seit einigen Jahren Lamas und Dromedare.

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Wenn Annette Gauly mit der Futterschüssel anrückt, sind die Lamas nicht weit.

Quelle: Klaus Peter

Bischoffen. Seit etwa zehn Jahren betreibt Annette Gauly eine Tierarztpraxis in Bischoffen. Ihr Mann, Professor Matthias Gauly, hat einen Lehrstuhl am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik in Göttingen inne. 1991, damals wohnte das Ehepaar noch im Raum Schotten, kaufte es die ersten vier Lamas. „Einen Hengst und drei Stuten“, berichtete Annette Gauly. Ihr Mann habe sich die Lamas damals aus wissenschaftlichen Gründen zugelegt, um diese besser erforschen zu können, da über sie kaum Erkenntnisse vorlagen.

Ein weiterer Grund für die Anschaffung der Tiere sei es gewesen, deren Nutzen für die Landschaftspflege zu dokumentieren. „Die Tiere schonen beim Fressen die Grasnarbe“, beschreibt die Tierärztin. Als vor zehn Jahren die ehemalige Mühle mit Wirtschaftsgebäuden in der Bischoffer Ortsmitte zum Verkauf stand, entschied sich die Familie für einen Umzug in die Gemeinde. Dort eröffnete Annette Gauly auch ihre Tierarztpraxis. Heute hält das Ehepaar fünf Lamas, einen Hengst und vier Stuten, die jüngsten Tiere sind zwei Jahre alt.

In diesem Jahr gab’s keinen Lama-Nachwuchs. Das soll sich aber im nächsten Jahr ändern. Zu dem Tierbestand gehören auch die zwei Dromedare, die achtjährige Stute „Amira“ und der zehnjährige Wallach „Abel“. Den Bestand an Dromedaren möchte die Familie nicht vergrößern. Es fehle an Zeit, erklärt Annette Gauly. Zudem lassen sich die Tiere nur schwer vermarkten. Sie beschreibt Dromedare als sehr genügsame Tiere, die das ganze Jahr über draußen gehalten werden.

von Helga Peter

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