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Hinterland Neueste Technik an einem Ort vereint
Landkreis Hinterland Neueste Technik an einem Ort vereint
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20:35 24.02.2010
Noch ist ein Teil des MARS-Geländes von Novartis Behring in Marburg eine Baustelle. Das Qualitätskontrollgebäude (rechts) wurde am Mittwoch bereits feierlich eingeweiht, die restlichen Gebäude sollen bis zum Herbst fertig werden. Quelle: Novartis Behring

Marburg. Das neue Gebäude steckt voller moderner Technik und das nicht ohne Grund: Dort werden alle 20 in Marburg von Novartis Behring hergestellten Produkte auf ihre Qualität getestet und anschließend in 59 Länder der Welt exportiert. Dazu werden die Produkte mit rund 300 verschiedenen Analyseverfahren auf Sterilität, Wirkstoffgehalt und Wirksamkeit geprüft. „Die Aufgabe der Qualitätskontrolle ist es, sicherzustellen, dass alle Impfstoffe von Novartis den hohen Qualitätsanforderungen an Reinheit und Wirkstoffgehalt entsprechen“, sagte Dr. Susanne Martz, Leiterin der Qualitätskontrolle von Novartis, am Mittwoch bei der Eröffnung des Gebäudes.

Das in 15 Monaten errichtete Gebäude bietet auf rund 8,2 Hektar rund 160 Mitarbeitern Platz zum Arbeiten. Bei einem Rundgang erläuterte Dr. Stefan Knapp, Leiter der Qualitätskontrolle der Marburger Standortentwicklung (MARS), die Abläufe und Arbeiten im neuen Haus, das als erstes Gebäude des MARS-Projektes fertiggestellt wurde. In den Laboren der Biochemie führen die Mitarbeiter Gehaltsbestimmungen von Proteinen und der Erbsubstanz DNA durch, während in den chemischen Laboren alle in Marburg produzierten Impfstoffe im Rahmen der Freigabe für den Markt getestet werden. „Die Chemie-Labore stehen für unsere globale Verantwortung innerhalb des Netzwerkes Novartis“, betonte denn auch Knapp. Dort würden nämlich auch Produkte von anderen Unternehmensstandorten untersucht.

„Die Innovation und die Qualität hat den Marburger Standort von Novartis zu dem gemacht, was er ist. Beides ist heute wichtiger denn je“, sagte Dr. Andrin Oswald, Chef von Novartis Vaccines and Diagnostics. Die Investitionen in Marburg seien eine strategische Entscheidung und ein Bekenntnis für Marburg mit seinen hochqualifizierten Mitarbeitern. Genau diese fühlen sich im neuen Gebäude aber eher unwohl: Durch die vielen Glasscheiben zum Flur hin habe man das Gefühl der ständigen Überwachung, sagte ein Mitarbeiter gegenüber der OP, und in den neuen Großraumbüros würden möglichst viele Mitarbeiter auf engstem Raum zusammengepfercht.

von Katharina Kaufmann

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