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Hinterland Neues Südviertel hängt jetzt am Netz
Landkreis Hinterland Neues Südviertel hängt jetzt am Netz
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20:14 12.03.2012
Für das Neubaugebiet in der Hofackerstraße in Sinkershausen sind nun alle Leitungen verlegt. Insgesamt stehen zwölf Bauplätze bereit. Demnächst wird dort das erste Haus entstehen. Quelle: Hartmut Berge

Sinkershausen. „Weil es einen Bauwilligen gibt, wird dort Stromkabel verlegt, zum einen für den Hausanschluss, zum anderen für die Straßenbeleuchtung, die demnächst aufgestellt wird“, erklärt Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber.

Sinkershausens Ortsvorsteher Reiner Weigand ist froh, dass endlich Leben ins Neubaugebiet kommt und hofft, dass dort mit dem ersten Haus eine Initialzündung erfolgt.

Er weist auch auf die Vorzüge des Baulandes im Süden des Stadtteils hin: die schöne Aussicht ins Allnatal, die Nähe zur Kernstadt –  sie ist nur drei Kilometer entfernt – und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Ein weiterer Vorzug:

Die Nähe zum Knotenpunkt der Telekom in Gladenbach ermöglicht über das Telefonkabel eine Datenrate von mindestens 3.500 kbit/s, Tendenz steigend, denn die Leitungskapazität liegt bei bis zu 9 000 kbit/s.      

Seit Herbst 2009 sind in Sinkershausen zwölf neue Bauplätze verfügbar.

Die Erschließung wurde in dem Jahr, bis auf die Stromversorgung, abgeschlossen und die Baustraße hergerichtet.  Im Juni 2008 begann das Hartenroder Unternehmen Hinterlang, das Baugebiet zu erschließen.

Im bestehenden Bereich und in Verlängerung der Straße sind inzwischen zwölf Wohngrundstücke entstanden. Bei der Ausschreibung gingen alle drei Lose an die Hartenroder Firma. Im Auftrag der Stadt stellte sie eine Baustraße und die Regenwasserableitung her.

Den Auftrag für die Erd- und Rohrverlegungsarbeiten für die Abwasserentsorgungsanlagen erteilte der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke, dem die Stadt angehört.

Gladenbachs Wasserversorgung liegt in Händen des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke, der die Aufträge für die entsprechenden Erd- und Verlegearbeiten vergab.

Die zwölf Grundstücke, zwei sind in städtischem, zehn in privatem Besitz, gibt es in den Größen von 497 bis 751 Quadratmeter.

In einer Anliegerversdammlung wurde seinerzeit vereinbart, zunächst nur eine geschotterte Baustraße herzurichten. Im Endausbau soll sie gepflastert werden.

Zum einen verhindert dies, dass eine fertige Straße bei jedem Neubau durch Maschinen wieder beschädigt wird, zum anderen spart dies zunächst Anliegerbeiträge.

Näher beschrieben wird die Lage und Größe der neuen Wohngrundstücke auf der Internetseite der Stadt Gladenbach unter www.gladenbach.de/Framesets/wirtschaft.htm und auf großen Tafel an der Ortsdurchfahrt.

Nähere Auskünfte erteilt das Liegenschaftsamt der Stadt unter der Telefonnummer 06462/ 201-421. Neues Bauland sei nötig, um die Eigenentwicklung des Dorfes zu gewährleisten, appellierten bereits in den 1990er Jahren Sinkershäuser auf Bürgerversammlungen an die Verantwortlichen der Stadt.

Es gibt zwar im Dorf noch eine Reihe von Bauplätzen, die sind aber in privater Hand und unter altem Baurecht entstanden.

Die Besitzer sind nicht verpflichtet, sie zu veräußern. Anders verhält es sich seit ein paar Jahren: Die Grundstücksbesitzer sind verpflichtet, innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu bauen.

Mit dieser Regelung, die inzwischen auch viele andere Kommunen anwenden, soll die Bevorratung und Spekulation mit Bauplätzen verhindert werden.

Mit dem Hinweis, dass bereits ein genehmigter Bebauungsplan aus dem Jahre 1971 vorliegt, regte Sinkershausens Ortsbeirat ab 2002 in seiner jährlich aktualisierten Wunschliste an, im Anschluss an die bestehende Hofackerstraße weitere Baugrundstücke zu schaffen.

Die Verwaltung und die städtischen Gremien nahmen sich der Sache an. 2007 wurde der Bebauungsplan geändert, unter anderem, weil sich durch die Verlegung von Überland-Stromleitungen in den Boden vor Ort eine andere Situation ergab. Die Wohnstraße wurde  schmäler geplant und gebaut als ursprünglich vorgesehen

von Hartmut Berge