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Biedenkopf will Spielplätze erhalten

Neue Konzepte Biedenkopf will Spielplätze erhalten

Biedenkopfs Stadtverordnete wollen die Kinderspielplätze in Ludwigshütte, in der Oberstadt und am Pfefferacker erhalten. Das hat sich in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bestätigt. Am einfachsten ist die Sachlage beim Pfefferacker.

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Auf vielen Spielplätzen in Biedenkopf, wie hier in der Altenstadtstraße, werden gerade neue Spielgeräte aufgebaut. Wie es in Ludwigshütte und in der Oberstadt genau weitergeht, ist noch ungewiss.

Quelle: Hartmut Bünger

Biedenkopf. Dort herrschte einhellig die Meinung, dass Konzepte gebraucht werden, wie die Spielplätze in Zukunft gestaltet sein sollen.

Am einfachsten ist die Sachlage beim Spielplatz am Pfefferacker. Für diese kleine Anlage habe die Stadt bereits ein neues Spielgerät bestellt, berichtete Bauamtsleiter Lothar Achenbach im Hauptausschuss. Noch lagere es auf dem Gelände des Bauhofs, demnächst werde man es aber installieren. Was noch fehle, sei das gewünschte Sonnensegel. Alles in allem fällt diese Erneuerung günstig aus: Achenbach bezifferte die Kosten mit rund 2 000 Euro.

Komplizierter stellt sich die Sache in Ludwigshütte dar. Denn das Gelände gehört nicht der Stadt, sondern ist gepachtet. ­Einen Zaun zu bauen, würde aber erhebliche Kosten verursachen, berichtete Achenbach, und das habe auf einem gepachteten Gelände wenig Sinn, noch dazu bei kurzer Kündigungsfrist. Die Stadt verhandele daher mit dem Eigentümer über einen Ankauf oder zumindest einen langfristigen Pachtvertrag.

Derzeit erstellt der Eigentümer ein Verkehrswertgutachten. „Wir versuchen, in den Grunderwerb zu kommen“, sagte Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD). Sollte man sich handelseinig werden, will die Stadt ein Konzept über die weitere Nutzung erstellen. Gedacht sei daran, so zumindest hatten es Ortsbeirat und Jugendausschuss formuliert, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt zu schaffen.

Stadt hofft auf Fördermittel

Wieder anders sieht es in der Untergasse aus. Um diesen Spielplatz zu erhalten und neu zu gestalten, erklärte Bauamtsleiter Achenbach, müsse man unter anderem kräftig in einen Zaun und eine Absturzsicherung investieren. Wegen der besonderen Lage des Platzes müsse das auch individuell geplant werden.

Die Stadt hat unter dem Stichwort „Begegnungsinsel“ daher erneut einen Antrag auf Fördermittel gestellt, nachdem sie im Vorjahr nicht zum Zuge gekommen war. Sollte der Antrag in diesem Jahr positiv beschieden werden, könnte Biedenkopf mit 90 Prozent an Fördermitteln rechnen. Auch für diese Stelle wünschen sich die Stadtverordneten ein Konzept, das unter anderem in den Blick nehmen soll, wie man den Spielplatz für Jung und Alt attraktiv gestalten könnte.

Die Stimmung im Hauptausschuss war positiv, wobei sich die Vertreter der Fraktionen einig waren, dass eine Investition in Ludwigshütte nur sinnvoll wäre, wenn man das Gelände kaufen oder langfristig pachten kann.

Dirk Balzer (UBL) wandte im Blick auf den Spielplatz in der Oberstadt ein, dass er vor einem klaren Ja schon gerne wüsste, was an Kosten auf die Stadt zukommt. Siegfried Engelbach hofft wiederum, dass der Antrag auf Fördermittel Erfolg hat. Falls man nur noch zehn Prozent der Kosten selbst zu tragen hätte, meinte der Eckelshäuser, könne man ja gar nicht anders als zuzustimmen.

Erneut werden die Spielplätze Thema sein, wenn der Haushalt 2019 beraten wird.

von Hartmut Bünger

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