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Hinterland Neue Denkanstöße für Unternehmer
Landkreis Hinterland Neue Denkanstöße für Unternehmer
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16:04 10.11.2015
Die Besucher hatten viele Fragen an Referent Dr. Martin Friedrich. Quelle: Katrin Westphal
Marburg

„Die höchste Form der Kommunikation ist der Dialog.“ Das Motto der Veranstaltung der Marburger Agentur „Die Kommunikatöre“ klingt zwar einfach, doch beim Dialogforum „Marken, Menschen, Morgen“ wurde aufgezeigt, was für eine erfolgreiche Kommunikation berücksichtigt werden sollte.

Rund 100 Unternehmer informierten sich bei Experten-Vorträgen und einem anschließenden Austausch im Historischen Saal des Marburger Rathauses.

Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel betonte als Schirmherr der Veranstaltung die Bedeutung von guten Dialogen und offener Kommunikation für Unternehmen. Die Veranstalter überraschten den demnächst aus dem Amt scheidenden Oberbürgermeister mit einem kurzen Film, in dem ihm unter anderem Pierre Littbarski, Guido Buchwald, Thomas Häßler und Rudi Völler eine spannende Zukunft wünschen.

„Ich habe ihn noch nie sprachlos gesehen“, freute sich Sabine Frieg, Geschäftsführerin der Kommunikatöre, über die gelungene Überraschung. Bei ihrer Arbeit sei es ihr wichtig, „Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Dialoge herzustellen“. Außerdem wolle sie neue Impulse setzen – deswegen gibt es „Marken, Menschen, Morgen“ bereits zum zehnten Mal.

Kunden dann ansprechen, wenn sie bereit sind

Über erfolgreiches Content-Marketing sprach Eva-Maria Westermann. Sie empfahl, Produkten Inhalte zu geben und erklärte mit Beispielen aus der Praxis unterschiedliche Möglichkeiten. Es sei allerdings harte Arbeit, für spezielle Themen Botschaften herauszuarbeiten. Das würde aber Glaubwürdigkeit erzeugen und den Kunden in seiner Kaufentscheidung beeinflussen.

Veränderungen und ihre Umsetzung standen im Vortrag von Dr. Martin Friedrich im Mittelpunkt. „Wenn mein Kopf es sich ausdenken und mein Herz dran glauben kann, dann kann ich es auch erreichen“, zitierte er die Boxlegende Muhammad Ali. Damit sich dies in der Praxis auch umsetzen lässt, empfahl Friedrich eine emotionale Zielsetzung, einen klaren ersten Schritt und hatte Tipps, wie neue Gewohnheiten gebildet werden können.

Kunden ansprechen, wenn sie bereit sind – das ist für Bettina Guidemann nicht schwierig. In ihrem Vortrag informierte sie über das Erkennen des richtigen Zeitpunkts, wann ein Kunde bereit ist, angerufen zu werden. Dazu könne durch den Einsatz von Software ein so genannter Score-Wert des Kunden ermittelt werden, der den Verkaufsprozess unterstützen soll. Dieser ersetze jedoch nicht den persönlichen Kontakt: „Verkauft wird am Ende immer noch von Menschen“, weiß Bettina Guidemann.

„Ich habe drei unterschiedliche Denkanstöße mitgenommen“, erklärte Susanne Schiller, die freiberuflich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Auch Hans-Heinrich Bähr, Geschäftsführer des Marburger Dental-Labors, findet den Austausch über Kommunikationsthemen wichtig.

„Es war mir schon immer ein Anliegen, nicht im eigenen Saft zu schmoren“, sagte der Unternehmer. Darüber freute sich Tobias Hummel, ebenfalls Geschäftsführer bei den Kommunikatören: „Die Veranstaltung richtet sich zwar auch an unsere Kunden, aber vor allem wollen wir damit ein Dialogforum für Marburg schaffen.“

von Katrin Westphal

Susanne Schiller begrüßte die neuen Denkanstöße. Foto: Katrin Westphal