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Brauerei Bosch setzt auf „Retro-Trend“

Neue Bierkisten Brauerei Bosch setzt auf „Retro-Trend“

Laut Firmenchef Hans-Christian Bosch ist es die größte Investition des ­Unternehmens in den vergangenen zehn Jahren: Die Bad Laaspher Brauerei Bosch bekommt 35.000 neue Bierkästen.

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Beige statt grün: Die Brauerei Bosch hat 35 000 neue Bierkästen geordert – damit einher gehen auch neue 0,33-Liter-Flaschen.

Quelle: Privatfoto

Bad Laasphe. Kunden der Brauerei Bosch müssen sich im Handel künftig umstellen: Wer nach den markanten grünen Bierkästen sucht, wird bald nicht mehr fündig werden. Denn, so sagt Diplom-Braumeister Hans-Christian Bosch: „Wir führen in diesen Tagen unsere neuen innovativen Bierkästen und Flaschen in den regionalen Handel ein.“ Die bisher gewohnten grünen Kästen würden ausrangiert, „sie haben uns mehr als 20 Jahre treu begleitet“.

Allerdings würde der Kunststoff langsam brüchig, die Wabenkästen seien „am Ende ihrer Lebenszeit angekommen“. In den kommenden Wochen treffen daher rund 35 000 neue Bierkästen in Bad Laasphe ein – beige sind sie, zunächst werden Pils, Braunbier, Lager Hell, Porter und die saiso­nalen Bockbiere im neuen Kasten in den Handel kommen. Die Kosten der Umstellung betragen rund 400 000 Euro. Denn nicht nur die Kästen sind neu: Bosch führt auch neue 0,33-Liter-Flaschen ein, wechselt von der bisherigen Longneck-Variante auf eine neuentwickelte Euroflasche.

Beständigere Frische

Und Firmenchef Hans-Christian Bosch schwärmt: „Aus dieser neuen Flaschenform lässt es sich hervorragend trinken. Wir haben festgestellt, dass das Bier im Vergleich zur bisherigen Longneck-Flasche beim Trinken wesentlich länger frisch bleibt“, sagt Bosch, der auch Bier­sommelier ist.

Im stark umkämpften Biersegment müsse man stetig neue Wege gehen. Als Familienbetrieb positioniere man sich daher schon seit Jahren als authentische Handwerksbrauerei jenseits der industriellen Mainstreambiere. Seit 2012 setze man daher auf den alten Schriftzug aus den 1920er-Jahren. Im Jahr 2014 wurde die Brauerei Bosch aufgrund ihrer traditionellen langsamen Brauweise erstmalig mit dem „Slow Brewing“-Gütesiegel ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die laut eigenen Angaben bisher nur an 26 europäische Brauereien vergeben worden sei.

Im Jahr 2017 wurde die Einführung der traditionellen 0,5-Liter-Euroflasche im Retro­kasten abgeschlossen. Nach und nach würden auch die Flaschenetiketten umfassend überarbeitet. „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Daher war es für uns naheliegend, auf ungebleichtes Naturpapier zu wechseln.“ Die alten Bierkästen werden übrigens recycelt und es entstehen neue Kästen daraus. Die überzähligen Longneckflaschen will die Brauerei verkaufen.

von unseren Redakteuren

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