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„Wir glauben an Ihre Zukunft“

Rheumazentrum Mittelhessen „Wir glauben an Ihre Zukunft“

Katrin Storck-Müller,
 Ärztliche Direktorin und
Geschäftsführerin, investierte 23 Millionen Euro in das Rheumazentrum
 Mittelhessen. Am Freitag wurde der Neubau der Spezialklinik eingeweiht.

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Die Belegschaft übergab Katrin Storck-Müller (links) während der Einweihungsfeier einen Mammutbaum, der bis zu 3000 Jahre alt werden kann, und ein Foto.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach.. Während die Gäste die Reden zur Einweihung des Rheumazentrums Mittelhessen verfolgten, waren noch etliche Gewerke im Neubau am Werk, um dem Haus den letzten Schliff zu geben. Ende Januar soll der Klinikbetrieb im Neubau aufgenommen werden. Katrin Storck-Müller war sichtlich stolz, als sie verkündete: „Das Ziel ist erreicht“. Der Zeitplan und auch das Budget für das 23-Millionen-Euro-Projekt wurden eingehalten. Dafür erntete die Klinikchefin viel Lob von den Festrednern. Nach fast zwei Jahren Bauzeit freute sich Storck-Müller darüber, endlich „aufatmen“ zu können.

Beim Neubau hat der Topf zum Deckel gepasst“, erklärte Professor Linus Hofrichter (Generalplaner und Architekt). Bereits 2014/2015 sei die Idee entstanden, dem neuen Haus eine eigene Identität zu geben, die es in dieser Form nur in Bad Endbach gibt. Deshalb prägen Farben die Klinik und bieten Patienten eine Orientierung. Der Eingangsbereich ist in der Signalfarbe Rot gehalten, Violett ist der Therapiebereich, Grün ist die erste Pflege-Ebene und Gelb die zweite, die allerdings am Freitag noch nicht für die Besucher zur Besichtigung freigegeben war.

Strukturprobleme beseitigt

Nicht nur diese Orientierung zeichnet das Haus aus. Storck-Müller hob die Barrierefreiheit hervor, die Multimediageräte­ an den Betten und die Tatsache, dass es keine Dreibettzimmer gibt. Nun gelte es, die Akzeptanz bei den 170 Mitarbeitern und den Patienten für den Neubau zu erreichen und das Haus mit Leben zu füllen, sagte Storck-Müller. Das Rheumazentrum ist in den 1950er-Jahren errichtet worden und nach und nach wurde angebaut. Einen sinnvollen Ablauf für Patienten zu konzipieren sei schwer, wenn man strukturelle Probleme hat, sagte Michael Herrmann, Ehrenvorsitzender der Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

„Diese haben Sie mit Ihrer Vision beseitigt“, bestätigte er. Jetzt bräuchte die Klinikleitung nur noch ein Näschen dafür, wohin das Gesundheitswesen laufe. Beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten seien im Rheumazentrum mit der Vernetzung bereits vorhanden, sagte Herrmann weiter. Vernetzung sei für eine kleine Klinik wie das Rheumazentrum von eminenter Wichtigkeit, bestätigte Storck-Müller. Viele der Kooperationspartner waren deshalb auch bei der Einweihungsfeier zugegen.

Land Hessen gab 10 Millionen Euro dazu

„Wir sind überzeugt von unserem Konzept“, sagte sie. Der Neubau ermöglicht für Personal und Patienten kurze Wege und moderne Technik. Auf diese Weise sei es möglich, sich auf die Menschen zu konzentrieren, die an der nicht heilbaren Erkrankung Rheuma in seinen unterschiedlichen Ausprägungen leiden. Die Klinik wolle dazu beitragen, den Patienten ihre Beweglichkeit und ihre Funktionalität zu erhalten. Sie sei deshalb froh, dass die Kostenträger und die Fördermittelgeber von dem Konzept überzeugt werden konnten, sagte Storck-Müller.

Das Land Hessen hat den Klinik-Neubau mit einer Zuwendung von 10 Millionen Euro gefördert. Obwohl das Land auf ­eine Pauschalförderung umgestellt habe, hätten gute Gründe dafür gesprochen, dass Einzelmittel nach Bad Endbach fließen. „Es ist beeindruckend, was entstanden ist. Man kann das Projekt nicht genug loben“, sagte Jochen Metzner, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, der in Vertretung für Finanzminister Dr. Thomas Schäfer an der Einweihungsfeier teilnahm. Zur Zukunftssicherung sei die Investition von 23 Millionen Euro die richtige Entscheidung gewesen. „Wir glauben an ihre Zukunft“, sagte Metzner.

von Silke Pfeifer-Sternke

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