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Hinterland Nervlich krank nach Mobbing
Landkreis Hinterland Nervlich krank nach Mobbing
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19:40 27.07.2010
Quelle: OP

Marburg. Die Klägerin arbeitete seit Oktober 1996 als Verkäuferin für einen Marburger Fachhandel. Zunächst war sie, so berichtete sie es während des Gütetermins vor dem Arbeitsgericht, in einer Filiale in Kirchhain beschäftigt und fühlte sich dort auch wohl – bis schließlich eine weitere Mitarbeiterin in die Filiale kam. „Die Klägerin fühlte sich von dieser Kollegin diskriminiert und wurde letzten Endes systematisch gemobbt und ausgegrenzt“, zitierte Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle aus der Klageschrift. Dies habe dazu geführt, dass sie nervlich angeschlagen sei.

Der Geschäftsführer des Unternehmens hatte der 59-Jährigen in einem Gespräch im August 2008 schließlich angeboten in eine Filiale nach Marburg zu wechseln. Dies wiederum sah die Klägerin nach eigenen Angaben als Affront gegen sich, hätte ihrer Meinung nach doch die Kollegin versetzt werden müssen. Sie habe daraufhin einen Nervenzusammenbruch erlitten und sei zwei Jahre krank gewesen. Im Februar dieses Jahres war sie wieder gesundet und sollte nach einem längeren Urlaub im April ins Unternehmen zurückkehren. Eine weitere Erkrankung habe dies aber verhindert, schilderte sie vor dem Arbeitsgericht.

Im Juni habe sie schließlich ihre Arbeit in einer Filiale in Biedenkopf wieder aufgenommen, dann jedoch die krankheitsbedingte Kündigung erhalten. Diese begründete die Beklagte damit, dass in der Filiale jemand gebraucht werde, der ständig da ist und nicht immer wieder krank werde. „Die menschlichen Probleme, die hier augenscheinlich bestehen, kann man vor Gericht nicht lösen“, erklärte Arbeitsgerichtsdirektor Rühle den Parteien. Eine Einigung, egal welcher Art, sei wahrscheinlich nur über einen Vergleich zu erzielen. Zu diesem rangen sich Klägerin und Beklagte schließlich durch: Die krankheitsbedingte Kündigung wurde in eine betriebsbedingte Kündigung geändert. Zudem erhält die 59-Jährige eine Abfindung in Höhe von 5.000 Euro für den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

von Katharina Kaufmann

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