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Nachhaltig bauen - modern leben

Fertighäuser Nachhaltig bauen - modern leben

Fertighäuser sind eine echte Alternative für alle Bauherren, die das konventionelle "Hausbauen" umgehen möchten. Auch aus ökologischer Sicht, bietet diese Bauweise eine Menge Möglichkeiten.

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Die Bauarbeiten in Ockershausen schreiten weiter in hohem Tempo voran, Die ersten Häuser wurden im Mai montiert und waren bereits im Juli bezugsfertig.Privatfoto

Quelle: UTE DERSCH

Marburg. Marburg. Rasend gehen die Arbeiten voran - das Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit sich durchaus vereinbaren lassen, zeigt ein Projekt in der Stadtwaldstraße: Im Marburger Stadtteil Ockershausen entsteht derzeit in zentrumsnaher Lage ein kleines aber besonderes Baugebiet. Der Frankenberger Fertighaushersteller FingerHaus errichtet dort bis zum Jahresende fünf Einfamilienhäuser in Holzfertigbauweise, von denen einige schon bezogen werden konnten.

Nach Angaben des Unternehmens wird für ein Fertighaus etwa 25 Kubikmeter Holz verbaut - dieses bindet etwa 19000 Kilogramm Kohlendioxid dauerhaft in der Gebäudekonstruktion. Die verwendeten Hölzer stammen als nachwachsende Baustoffe aus den heimischen Wäldern der Region und somit aus nachhaltiger Forstwirtschaft, gibt das Unternehmen bekannt. Zur überdurchschnittlichen Energieeffizienz der Häuser trage unter anderem die Dreifachverglasung und die gute Wärmedämmung bei, heißt es in einer Presseerklärung der FingerHaus GmbH.

Der Heiz- und Warmwasserbedarf in jedem Haus werde komplett über Erdwärme abgedeckt, erklärt FingerHaus-Geschäftsführer Dr. Mathias Schäfer und weiter: „Wir verstehen uns als Zukunftsunternehmen und versuchen den Begriff Nachhaltigkeit beständig mit Leben zu füllen“. Das Frankenberger Unternehmen setzt bereits seit 2005 auf Erdwärme und ist bundesweit führend beim Einsatz erneuerbarer Energien. 85 Prozent der Finger-Häuser werden mit erneuerbaren Energien beheizt.

Alle in Ockershausen errichteten Gebäude erhalten eine Fotovoltaik-Anlage, mit der die Bauherren Strom erzeugen, selbst verbrauchen oder ins Netz einspeisen können, berichtet Kerstin Lidgett, Pressesprecherin bei FingerHaus.

Der Bebauungsplan für das Projekt östlich der Stadtwaldstraße wurde im Vorfeld in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Marburg, dem FingerHaus-Unternehmen und dem Marburger Ingenieurbüro Gringel entwickelt. Nach der Aufstellung des Bebauungsplans kam es in der Stadtverordnetensitzung am 24. Februar 2012 zu einem entsprechenden Satzungsbeschluss. Dies war unter anderem deshalb möglich, weil auch die Bürger in Ockershausen früh beteiligt wurden.

Bereits im Mai 2011 wurden sie über das Vorhaben informiert. So hatten die Anwohner die Möglichkeit ihre Belange bei der weiteren Planung einzubringen.

In diesem Zusammenhang hat auch eine enge Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde stattgefunden, heißt es aus der Presseerklärung.

Um die Bebauung zu ermöglichen, hat sich das Unternehmen FingerHaus dazu verpflichtet, eine ans Baugebiet angrenzende Streuobstwiese als Biotop aufzuwerten und dauerhaft zu erhalten.

Vor Baubeginn wurde bereits eine Trockenmauer für Zaun- und Waldeidechsen freigelegt. und Pflege- und Erhaltungsschnitte an den Obstbaumarten vorgenommen. Außerdem wurden im Vorfeld zahlreiche Nisthilfen für seltene Vögel wie den Gartenrotschwanz angebracht und Totholzstrukturen für Insekten angelegt.

An der Realisierung der „Erdwärmesiedlung“ in Ockershausen sind weitere regionale Partner beteiligt. Die Technologie und die hoch effizienten Erdwärmepumpen werden vom nordhessischen Heiztechnik-Hersteller Viessmann geliefert, die Bohrungen werden vom Viessmann Partner Geo-Bohrtechnik aus Hatzfeld durchgeführt.

von Dennis Siepmann

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