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Hinterland In der Tradition von Gidon Kremer
Landkreis Hinterland In der Tradition von Gidon Kremer
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17:00 15.03.2018
Das Korean Chamber Orchestra eröffnet am 12. Mai die 31. Eckelshausener Musiktage. Quelle: Veranstalter
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Eckelshausen

Zwei Jahre lang pausierten die Eckelshausener Musiktage aus verschiedenen Gründen. Ein Todesfall stoppte die Planungen. Künftig soll das renommierte Kammermusik­festival auch nicht mehr jährlich, sondern alle zwei Jahre stattfinden. Der Organisationsaufwand mit der Buchung von Künstlern, von Hotels sowohl für die Musiker als auch für die überregionalen Gäste ist für das kleine Team um Mareile Zürcher und ihren Vater Heinz einfach zu groß geworden. Seit 1987 hat sich das damals noch kleine Kammermusikfestival kontinuierlich zu einem überregional bedeutenden Event entwickelt.

In diesem Jahr treten an fünf Orten zwischen Biedenkopf und Marburg hochkarätige Solisten und Ensembles auf. Die Schirmherrschaft über die 31. Eckels­hausener Musiktage übernimmt Hessens Finanzminister 
Dr. Thomas Schäfer (CDU). Das Festival beginnt am Samstag, 12. Mai, ab 20 Uhr und Sonntag, 13. Mai, ab 17 Uhr im Atrium Roth in Buchenau mit zwei Konzerten des Korean Chamber Orchestra (KCO), das eigens für diese beiden Auftritte anreist.

„Sommernachtstraum“-Melodien am 18. Mai

Der künstlerische Leiter des Festivals, Julius Berger, hat mit den 28 Musikern bereits gemeinsam in 
Seoul musiziert. „Es ist ein junges und innovatives Orchester mit einer langen Tradition, das sich 1965 nach dem Vorbild von Karl Münchingers legendärem Stuttgarter Kammerorchester gegründet hat“, sagt Berger. Gemeinsam mit ihrem Dirigenten Min Kim stehen die Musiker laut Berger „durch ihr Nachdenken über Musik und ihr engagiertes Miteinander in der Tradition von Gidon Kremer“.

Weiter geht es am Dienstag, 15. Mai, ab 20 Uhr im Biedenkopfer Rathaussaal. Dort wird das von der Kritik hoch gelobte britische Busch-Trio zu Gast sein. Mit Valérie Aimard, der Schwester des Starpianisten Pierre-Laurent Aimard, ist am Mittwoch, 16. Mai, ab 20 Uhr im Biedenkopfer Rathaussaal eine Cellistin zu hören, die ihr virtuoses Spiel unter dem Titel „Phantasie musicale“ mit Pantomime ergänzt.

Die populärste aller „Sommernachtstraum“-Musiken erklingt am Freitag, 18. Mai, ab 20 Uhr in der Martinskirche Dautphe, die nach längerer Pause wieder zum Festivalort wird. Zu hören sein wird jedoch nicht Felix Mendelssohn Bartholdys Original, sondern eine Bearbeitung für Bläser, gespielt vom Ensemble Prisma, das aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen ist.

Kunstausstellung begleitet Musikprogramm

Tradition bei den Eckelshausener Musiktagen haben die Chorkonzerte in der Stiftskirche Wetter. Dort singt am Samstag, 19. Mai, ab 17 Uhr der Knabenchor Hannover ­A-cappella-Werke vom Barock bis zur Gegenwart, darunter auch Volkslieder. Zum zweiten Mal zu Gast sind die Eckels­hausener Musiktage im Goßfeldener Ubbelohde-Haus. Dort wird der in Österreich lebende serbische Akkordeonist Nikola Djoric am Pfingstsonntag, 20. Mai, ab 17 Uhr mit „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski zu Gast sein.

Zu Ende gehen die 31. Eckelshausener Musiktage am Pfingstmontag, 21. Mai, ab 19 Uhr im Fürstensaal des Marburger Landgrafenschlosses. Es musizieren Solisten der Kronberg Academy, angeführt vom Geiger Friedemann Eichhorn.

Das 31. Festival wird von einer Ausstellung begleitet. Gezeigt werden unter dem Thema „Tautropfen“ Schwarz-Weiß-Fotografien von Julius Berger. Die Vernissage ist am Freitag, 11. Mai, ab 19 Uhr im Schartenhof Eckelshausen. Geöffnet ist die Ausstellung bis 21. Mai täglich von 14 bis 18 Uhr.

  • Vorverkauf: E-Mail an info@eckelshausener-musiktage.de und in der Tourismusinforma­tion in der Biegenstraße. Weitere Infos: Telefon 06461/2710 – wochentags, 14 bis 18 Uhr.

von Michael Arndt 
und Uwe Badouin

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