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Nach Asklepios kauft auch Sana Rhön-Aktien

UKGM-Poker Nach Asklepios kauft auch Sana Rhön-Aktien

Der Kampf um die Kliniken bleibt spannend: Um eine Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön durch Fresenius zu verhindern, soll nun auch der Sana-Konzern Aktien gekauft haben.

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Fast hätte Fresenius Rhön auf einen Schlag übernommen. Der Plan rückt in immer weitere Ferne.

Quelle: Archiv

Marburg. Der Übernahmeversuch des Krankenhausbetreibers Rhön durch Fresenius hält die Klinikkonzerne in Deutschland weiter in Atem. Inzwischen soll sich nach Asklepios auch der viertgrößte Klinikbetreiber Sana eingeschaltet haben: Sana habe Anteile an Rhön aufgekauft, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) unter Berufung auf Branchenkreise. Eine Firmensprecherin äußerte sich gestern nicht dazu. „Wir kommentieren Aktienkäufe nicht“, sagte sie. Zugleich betonte sie aber, Sana verstehe sich als „Konsolidierer“ in der Branche. Mit einem Einstieg von Sana hätte Rhön-Klinikum alle drei großen Wettbewerber aus der privaten Klinikbranche im Aktionärskreis.

Die genaue Verteilung ist aber unklar. Erst ab einer Schwelle von drei Prozent muss ein Aktionär seinen Anteil öffentlich machen. Ein erneuter Übernahmeversuch durch Fresenius dürfte mit der neuen Aktionärsstruktur noch schwieriger werden. An der Börse sorgten die Ereignisse gestern für Kursabschläge bei Rhön (– 3,8 Prozent) und Fresenius (–1,9 Prozent).

Studierende untersuchenFolgen der PrivatisierungWelche Auswirkungen hat die Privatisierung am Universitätsklinikum auf die Arbeitsbedingungen? Eine studentische Arbeitsgruppe am Fachbereich Politikwissenschaften untersucht diese Frage unter Anleitung von Professorin Dr. Annette Henninger. Im Gespräch mit der OP berichten Carolin Kempfer, Philipp Langer, Philipp Ewert, Philipp Gersch, Lukas Müller und Dominik Vietz über ihre methodische Vorgehensweise und ­erste Ergebnisse: Die Gruppe führte qualitative, jeweils etwa einstündige Interviews mit Politikern, Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrates und vor allem mit Beschäftigten.

Sie orientierte sich bei der ­Untersuchung von Arbeitsbedingungen an den Kriterien, die auch das Statistische Bundesamt verwendet: Arbeitssicherheit, Einkommen, Arbeitszeit, Beschäftigungssicherheit, Arbeitsbeziehungen, Qualifika­tion sowie Zusammenarbeit und Motivation.Zwei Zwischenergebnisse stellte die Arbeitsgruppe vorab vor

  • Die Motivation der Mitarbeiter ist hoch, sich im Team gegenseitig zu helfen und sich in Zeiten von Unterbesetzung beispielsweise sich gegenseitig zu unterstüzen . Gleichzeitig ist die Identifikation zum Arbeitgeber niedrig. „Langfristig ist das ein Risiko, weil schwer abzuschätzen ist, wann eine solche Form der Motivation in Demotivation umschlägt“, sagt Philipp Langer.
  • Die wechselvolle Geschichte des Umgangs der Geschäftsführung mit Überlastungsanzeigen spreche für eine nicht stringente Personalpolitik und zum anderen für eine Verunsicherung der Arbeitnehmer: „Sie wissen nicht, wie relevant ihr Feedback für den Arbeitgeber ist.“ 

Ausführlich werden Forschungsprojekt und Ergebnisse im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Dienstag, 17. Juli, ab 19 Uhr im Centrum für Nah- und Mitteloststudien, Deutschhausstraße 12 vorgestellt. Neben den Autoren der Studie diskutieren der Ärztliche Direktor des UKGM, Professor Dr. Jochen Werner, die Beschäftigte Urte Sperling sowie die Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Spies (SPD) und Cordula Schulz-Asche (Grüne).

von unserer Agentur und Till Conrad

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