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Hinterland Musiker stellen ihre Instrumente vor
Landkreis Hinterland Musiker stellen ihre Instrumente vor
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19:16 21.01.2013
Tanja Weidenhausen (rechts) lässt sich von Katharina Rohr das Spielen auf einem Saxophon erklären. Quelle: Peter Piplies
Gladenbach

50 große und kleine Musikinteressierte kamen zur Schnupperprobe des Gladenbacher Musikvereins. Nach nur einer Stunde hat das Orchester bereits 15 neue Nachwuchsmusiker akquiriert - ein „Supererfolg“, wie es der stellvertretende Vorsitzende Johannes Schmalz formuliert

Mit dieser Aktion soll die Zukunft des traditionsreichen Vereins gesichert und die Leistungsfähigkeit weiter gesteigert werden, erklärten Vorsitzender Oliver Bens und Dirigent Michael Werner.

In den kommenden fünf Jahren soll das Stammorchester auf 50 Musiker heranwachsen, lautet das angestrebte Ziel des Orchesterleiters. Dazu sind die Gladenbacher Musikfreunde bereits jetzt auf einem guten Weg.

Denn, aus dem jetzigen Jugendorchester sollen noch in diesem Jahr zwölf Nachwuchsmusiker in das erste Orchester mit aktuell 35 Instrumentalisten wechseln, erläuterte der Dirigent. Unter ihnen ist die 14-jährige Katharina Rohr. Sie hatte vor rund zwei Jahren während einer Schnupperprobe ihr Interesse für die Blasmusik entdeckt und sich für die Ausbildung am Saxophon entschieden, nachdem die damals Zwölfjährige alle angebotenen Instrumente ausprobiert hatte. Zum einen, weil es einen schönen Klang habe, zum anderen, weil es relativ leicht zu spielen sei, sagt sie. Nun soll Katharina Rohr in diesem Jahr ins Stammorchester integriert werden.

Zu den neuen Anwärtern gehört Niklas Stolz. Der Sechsjährige wollte eigentlich das Trompetespielen lernen, nun sitzt er aber fasziniert vor dem Schlagzeug und ist davon nicht mehr wegzubewegen. Am liebsten möchte er lernen, beide Instrumente zu spielen. Der siebenjährige Finn Fries hingegen hat alle Instrumente beim Aktionstag durchprobiert und ließ sich von Philipp Welker das Tenorhorn erläutern. Katharina Dönges hingegen war eigentlich mit ihrem Bruder gekommen, der ein Instrument ausprobieren wollte. Doch dann waren die Neunjährige und ihre elfjährige Freundin Fati Lorena Aalbaki von der Aktion des Musikvereins völlig begeistert und ganz besonders angetan von den Querflöten.

Auch der Erwachsene wollen Unterricht nehmen

Erfreut darüber sind vor allem Dirigent Werner und Vorsitzender Bens. Der Vereinschef ist der Meinung, „jedes Kind sollte das Spielen eines Instruments lernen“. Beim Üben in einer Gruppe werden außerdem soziale Kompetenzen gefördert und das Miteinander gestärkt. Denn schließlich gehe es nicht darum, nur allein ein Instrument zu spielen, sondern in der Gruppe einen guten Klang zu erzeugen. Und da müsse sich jeder einzelne auch einmal zurücknehmen und auf seine Mitspieler eingehen. Das nenne man dann neudeutsch „Teamwork“, sagte Bens. Neben Dirigent Werner und einigen erfahrenen Instrumentalisten aus dem Stammorchester sollen die zukünftigen Nachwuchsmusiker auch von Studenten der Universitäten Marburg und Gießen unterrichtet werden.

Bei dem Lernen der Theorie und der regelmäßigen Praxis-Übungen solle aber auch die Geselligkeit und der Spaß nicht zu kurz kommen. So veranstaltet der Musikverein regelmäßig Spielabende oder Wanderungen.

Zukünftig wollen die Gladenbacher Instrumentalisten noch intensiver mit den Schulen zusammenarbeiten, um noch mehr Mädchen und Jungen für ein Instrument zu begeistern und für den Verein zu gewinnen, erklärten Bens und Schmalz.

Unter den 15 angemeldeten Neueinsteigern finden sich aber auch drei Erwachsene. Unter ihnen Tanja Weidenhausen, die in zwei Bands als Frontfrau und Rockröhre singt und nun auch das Saxophonspielen lernen möchte.

Mehr Information und Kontaktadressen finden sich auf der Internetseite des Vereins unter www.musikverein-gladenbach.de.

von Peter Piplies

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