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Musik verbindet Ost- und Westbürger

Konzert Musik verbindet Ost- und Westbürger

Rund 400 Konzertbesucher honorierten die Aufführung des Bach‘schen Weihnachtsoratoriums unter dem Dirigat von Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann mit stehenden Ovationen.

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Bassist Philipp Brömsel (Frankfurt) und Sopranistin Marie-Friederike Schöder (Halle) brillierten in Arien und Rezitativen.Foto: Helga Peter

Friedensdorf . Zum Ausklang der Weihnachtstage in den Hörgenuss des Bach‘schen Weihnachtsoratoriums zu kommen, das in der Christuskirche in Friedensdorf vorgetragen wurde, war am Samstagabend ein lohnendes Ziel.

Das Weihnachtsoratorium zählt zu den bekanntesten geistlichen Kompositionen von Johann Sebastian Bach und wurde, wie auch schon im vergangenen Jahr, überaus beeindruckend durch den Projektchor des Dekanates Gladenbach unter Mitwirkung von Mitgliedern des Heinrich-Schütz-Chores Gera, des Reußischen Kammerorchesters Gera und Solisten interpretiert.

Kirchenmusikdirektor Zitzmann führt Taktstock

Bereits bei der Aufführung im vergangenen Jahr begeisterten sowohl Altistin Claudia Maria Laule (Leipzig) als auch Tenor Sören Richter (Frankfurt). Neu im Ensemble wirkten diesmal Bachpreisträgerin Marie Friederike Schöder, Coloratur-Sopranistin aus Halle sowie Bassist Philipp Brömsel (Frankfurt) mit, der ebenso wie Tenor Sören Richter seine musikalische Laufbahn im weltberühmten Dresdener Kreuzchor begann.

Den Taktstock führte Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann, der die Konzertbesucher begrüßte und seiner Freude Ausdruck darüber verlieh, dass er in seiner neuen Heimat, im „Hinterland“, Menschen aus Ost und West zu einer solchen Aufführung gewinnen und zusammenführen konnte. „Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage!“ Mit Paukenschlägen und Trompeten eröffnete zunächst das Orchester die Vorträge. Der Chor nahm diesen Jubel mit auf und führte die Zuhörer klangvoll in das aus sechs Kantaten bestehende Oratorium ein, das in der Kantate eins, drei und vier vorgetragen wurde. Den Part des Evangelisten und damit der musikalischen Interpretation der Weihnachtsgeschichte bekleidete Tenor Sören Richter (Frankfurt), dessen Vorträge mit dezenter Untermalung des Orchesters kristallklar zum Ausdruck kamen. Altistin Claudia Maria Laule (Leizpig) interpretierte ebenso klangvoll Rezitative und Arien wie Coloratur-Sopranistin Marie Friederike Schöder (Halle) und nicht zuletzt Bassist Philipp Brömsel (Frankfurt).

Der Projektchor des Dekanates überzeugte mit zahlreichen vorgetragenen Kantaten und Chorälen, zu denen auch der Choral „Brich an du schönes Morgenlicht“ und „Wie soll ich dich empfangen“ zählten.

Musiker interpretierenein klangvolles Konzert

Johann Sebastian Bach komponierte dieses Weihnachtsoratorium mit der Kantate 1 zum ersten Weihnachtsfeiertag. Die Kantate drei war für den dritten Weihnachtsfeiertag gedacht und Kantate vier wurde zum Fest der Beschneidung Jesu komponiert.

Alle Mitwirkenden, ob Solisten, Chor oder Orchester, interpretierten ein überaus beeindruckendes und klangvolles Konzert, für das die Zuhörer sich mit stehendem Applaus bedankten. Der Choral „Jesus richte mein Beginnen“ aus der vierten Kantate unter Mitwirkung von Orchester und Solisten bildete die Zugabe und den Abschluss der Aufführung.

Am 2. Februar, findet in der Kirche in Holzhausen ein Konzert statt, bei dem sich der Projektchor des Dekanates Gladenbach als Dekanatskantorei vorstellen will. Zudem ist zum Ende des Jahres die Aufführung des Oratoriums „Elias“ des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy geplant.

von Helga Peter

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