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Munition mitten in Biedenkopf gezündet

Knalltrauma Munition mitten in Biedenkopf gezündet

Wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz muss sich ein Mann aus dem Hinterland verantworten, nachdem er Montagabend einen "modifizierten" Vogelschreck mitten in der Innenstadt von Biedenkopf abgefeuert hat.

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Die Polizei wurde am Montagabend nach einem lauten Knall in die Biedenkopfer Innenstadt gerufen.

Quelle: Thorsten Richter

Biedenkopf. Kurz vor 19 Uhr gab es am Montag, 11. Juni, einen lauten Knall in der Biedenkopfer Hospitalstraße. Vor einem türkischen Geschäft hatte ein 36 Jahre alter Hinterländer einen "wohl selbst modifizierten Knallkörper gezündet", so die Polizei.

Auf OP-Nachfrage bestätigte Pressesprecher Martin Ahlich, dass es sich um einen sogenannten "Vogelschreck" gehandelt hat, den der Täter umgebaut haben soll. Die pyrotechnische Munition mit einem Durchmesser von 15 Millimeter wird dabei mit Hilfe von Platzpatronen aus Signal- und Schreckschusswaffen mit einem entsprechenden 15 Millimeter Abschussbecher verschossen.

Frau erlitt Knalltrauma

Eine Frau, die zum Tatzeitpunkt in dem Geschäft war, erlitt ein Knalltrauma. Das entsteht durch Einwirkung eines sehr hohen Schalldrucks auf das Ohr und führt dann zu einer Schädigung des Innenohrs. Das ist dann der Fall, wenn der schädigende Schall nur sehr kurz einwirkt.

Was immer auch den Mann zu dieser Tat veranlasst hat - er muss sich deswegen nun in mehrfacher Hinsicht verantworten. Zum einen ist das Entzünden eines Knallkörpers, außer zum Jahreswechsel, grundsätzlich nicht gestattet und zum anderen gilt das Knalltrauma als gefährliche Körperverletzung. 

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