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Lohra: Die Meinung der Bürger ist gefragt

Multifunktionsplatz Lohra: Die Meinung der Bürger ist gefragt

Die Meinung äußern, Änderungsvorschläge machen und zur Mitarbeit anmelden – all das können die Bürger Lohras auf einem Erhebungsbogen tun, der an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt wurde.

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80.000 Euro sind für den Bau eines Multifunktionsplatzes auf ehemaligem Bahndamm in Lohra vorgesehen.

Quelle: Archiv

Marburg. Es sollte der Ersatz für den Bolzplatz werden, der für den Bau des neuen Feuerwehrstützpunktes weichen musste. Doch dem Entwurf des gemeindlichen Bauamts zufolge wird es mehr und erinnert stark an das „Grüne Band“, dass im Zuge des Programms „Stadterneuerung“ im vorigen Jahrzehnt von einem Projektteam vorgestellt wurde. Da ein Teil des ehemaligen Bahndamm-Geländes nun für den Bau von Einfamilienhäusern genutzt wird, fällt das „Band“ kürzer aus, erstreckt sich vom Busplatz am Einkaufsmarkt vorbei bis zur Höhe des Rückhaltebeckens.

Vorgesehen sind nun ein rund 20 mal 12 Meter großer Bolzplatz, ein Multifunktionsplatz der zum Basketballspielen oder als Veranstaltungsfläche genutzt werden kann sowie ein weiterer Bereich für einen Kreativspielplatz und den Seniorensport. Ein Barfußpfad und viel Grün vervollständigen das rund 1 350 Quadratmeter große Areal.

Für den Bau des Multifunktionsplatzes sind 80 000 Euro im diesjährigen Etat der Gemeinde vorgesehen. Eine Summe, die in der Gemeindevertretung umstritten ist. Die mögliche Förderquote beziffert Bürgermeister Georg Gaul mit 65 Prozent. Das Fördergeld soll vom Verein Marburger Land aus dem Leader-Programm kommen.

Doch damit ist es noch nicht getan. Die Bemühungen des Bürgermeisters mündeten in Zusagen von Sponsoren. So will sich ein heimisches Unternehmen an den Erdarbeiten beteiligen, ein anderes hat zugesagt ein Spielgerät zu finanzieren und der Familien- und Seniorenrat will ebenfalls Geld, das er selbst als Preis erhalten hat, zur Verfügung stellen. Zudem ist angedacht, dass der Jugendclub die Patenschaft und somit die Pflege des Platzes übernimmt.

Doch zuvor sollen die Bürger ihre Meinung zu dem Projekt äußern. Anfang dieses Monats erhielten alle Haushalte eine Darstellung des Planes und einen Fragebogen. In diesem können die Idee und der Plan bewertet sowie Änderungsvorschläge gemacht oder eigene Ideen eingebracht werden. Es besteht auch die Möglichkeit, sich zur Hilfe bei den Eigenleistungen anzumelden. Und letztlich muss auch noch ein Name für den Platz gefunden werden. Bis Mitte März sollten alle Antworten in der Gemeindeverwaltung eingehen.

von Gianfranco Fain

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