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Hinterland Münch pocht auf radikalen Wandel
Landkreis Hinterland Münch pocht auf radikalen Wandel
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21:09 07.06.2017
Die UKGM- und Rhön-Flaggen am Standort Marburg auf den Lahnbergen. Quelle: Archivfoto
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Marburg

"Es war eine turbulente Zeit und doch nur der Auftakt zu weiterem Wandel", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG Eugen Münch auf der Hauptversammlung in Frankfurt über das vergangene Jahr. Mit der beabsichtigten Digitalisierung werde man die bisherige Medizin, die bisher eine "reine Erfahrungswissenschaft" sei auf den Kopf stellen. Man wolle nicht wie die "Schamanen in einer völlig veränderten Welt um einen Baum tanzen".

Erstmals äußerte sich Münch näher zu Hintergründen der Veränderungen im Vorstand, den seit Februar Stephan Holzinger führt. Im Herbst sei eine "Angststarre" im Vorstand eingetreten, sagte Münch. Der Aufsichtsrat haben daher gehandelt: Finanzvorstand Jens-Peter Neumann und Martin Menger wurden abberufen. Während man sich mit Menger einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung geeinigt habe, sei Neumann nach der Abberufung gekündigt worden. Bei ihm sei ein Fehlverhalten festgestellt worden, auch hätte er sich gegen die vom Aufsichtsrat festgelegten Zukunftsprojekte gestellt. Neumann habe Klage angekündigt, aus diesem Grund schlage der Aufsichtsrat nicht seine Entlastung vor. Für die übrigen im Jahr 2016 amtierenden Mitglieder im Vorstand schlägt der Aufsichtsrat eine Entlastung vor. Anteilseigner wollten weitere Hintergründe zu den möglichen Fehlleistungen im Vorstand.

Auf die Frage von Aktionären, warum der Großaktionär Asklepios-Eigner Bernard große Broermann keinen Sitz im Aufsichtsrat habe, sagte Münch, dass der Gesellschaft von Asklepios kein Wahlvorschlag zugegangen sei.

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von Anna Ntemiris

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