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Aufgenommen: MZV sagt Ja zu Neustadt

Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf Aufgenommen: MZV sagt Ja zu Neustadt

Erster Zuschlag im Erweiterungsbestreben: Neustadt wird die 14. Mitgliedskommune des Müllabfuhrzweckverbands Biedenkopf. Vom Beitritt sollen beide Seiten profitieren. Die Neustädter können auf langfristig anhaltend niedrige Müllgebühren hoffen.

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Der MZV Biedenkopf ist ab Januar auch in Neustadt für die Abfuhr zuständig. Dann müssen nicht zwangsläufig Fahrzeuge des MZV-Vertragspartners Knettenbrech und Gurdulic zum Einsatz kommen. Das Unternehmen verhandelt mit dem bisherigen Entsorger über eine Kooperation.

Quelle: Fain

Bad Endbach. Einstimmig beschloss die Verbandsversammlung gestern Abend, dem Aufnahmeantrag der Stadt Neustadt zuzustimmen. Da deren Stadtverordnete Mitte April ebenfalls ohne Gegenstimme für den Aufnahmeantrag votierten und die Vertragsdetails seit Anfang dieses Monats ausgehandelt sind, steht einer Vergrößerung des Müllabfuhrzweckverbands (MZV) Biedenkopf von 13 auf 14 Mitgliedskommunen nichts mehr im Weg.

Angestrebt ist, die Zusammenarbeit zur Abfuhr von Bio- und Restmüll sowie Altpapier in der Ostkreisstadt mit Auslaufen des bisherigen Vertrags zum 1. Januar zu übernehmen. Die Vorzeichen, dass dies reibungsloser geschieht als bei der seit Anfang dieses Jahres laufenden Umstellung im bisherigen MZV-Gebiet auf ein neues Abfuhrunternehmen (die OP berichtete), stehen gut.

Verbandsvorsteher Christoph Felkl erläuterte, dass Vertreter des Vertragspartners Knettenbrech und Gurdulic mit denen der Firma Mittelstädt, dem bisherigen Neustädter Entsorgungsunternehmen, „intensiv“ über eine tiefgreifende Kooperation sprechen. Somit könnten ab Jahresanfang die rund 3.000 Neustädter Kunden weiterhin von Stadtallendorf aus mit Fahrzeugen und Personal von Mittelstädt bedient und Fehlerquellen durch einen Wechsel vermieden werden.

Geringe Kostenerhöhung

Auch sonst soll die Mitgliedschaft Neustadts im MZV für beide Seiten Vorteile bringen. Während der MZV auf Synergieeffekte bei der Einsammlung hofft und sich die Kosten nur geringfügig erhöhen sollen, können die Neustädter auf langfristig anhaltend niedrige Müllgebühren hoffen. Dies ermöglichen die im Vorjahr geschlossenen Verträge mit dem Abfuhrunternehmen, die für den MZV zwar eine Kostenerhöhung bedeutete, aber lange nicht so hoch war, wie befürchtet.

Zudem hält der MZV seine Gebühren, die im ganzen Verbandsgebiet gelten, konstant, indem die in den vergangenen Jahren angehäuften Überschüsse kontinuierlich verringert werden. Damit den MZV-Kunden in dieser Hinsicht durch die Vergrößerung kein Nachteil entsteht, wird Neustadt seine Gebührenrücklage einbringen. Zudem tauscht die Stadt alle defekten oder für die „Bechippung“ – das Versehen mit einem Mikrochip zum Erfassen und Leeren der Tonnen – ungeeigneten Gefäße aus und beteiligt sich an den Kosten der Bechippung.

Zusätzliche Stelle in der Verwaltung geschaffen

Neben dem einstimmigen Aufnahmebeschluss, für den eine Zweidrittelmehrheit genügt hätte, fällten die Mitglieder der Verbandsversammlung eine weitere Entscheidung im Zusammenhang mit der Vergrößerung. Der Verbandsvorstand darf zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine zusätzliche Stelle in der in Breidenbach ansässigen Verwaltung auf unbestimmte Zeit besetzen.

Der Vorstand hatte zwar nur eine halbe Stelle beantragt, doch die Versammlungsmitglieder waren der Meinung, dass es eine ganze sein soll, die vorerst aber nur halb vergeben wird. Sollten sich Beitrittsangebote konkretisieren, stünde dann einer Aufstockung nichts im Weg. Angesprochen wurden zum Beispiel schon die Stadt Rauschenberg und die Gemeinde Weimar.

von Gianfranco Fain

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