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Schlammschlacht und Spektakel

Downhill-Rennen Schlammschlacht und Spektakel

Knapp 100 Mountainbiker aus ganz Deutschland ­gingen neben dem Skihang in Kleingladenbach auf die Piste und lieferten sich auf dem matschigen Untergrund spektakuläre Rennen.

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Mutprobe am Ende: Wer sich traute, konnte über eine drei Meter hohe Rampe ins Ziel fliegen.

Quelle: Sascha Valentin

Kleingladenbach. Es sei eines der besten und anspruchsvollsten Rennen der Saison gewesen, bilanzierte Mitorganisator Peer Breidenstein. Das lag an der ausgeklügelten Streckenführung und an der Witterung.
Was das Wetter betraf, stand der dritte Lauf im „Super Gravity NRW Cup“ unter keinem guten Stern: Bereits zum Auftakt der dreitägigen Veranstaltung prasselten immer wieder heftige­ Regenschauer auf die Strecke und verwandelten diese in eine Schlammbahn. „Dadurch war die Strecke sehr nass und rutschig und verlangte den Fahrern alles ab“, sagte Breidenstein. Denn je mehr Starter auf die Schussfahrt durch den Wald ins Tal gingen, desto tiefer wurden die Spurrillen und der Matsch auf der Strecke. Da bedurfte es gar keiner Sprungelemente und Kurven, um die Mountainbiker aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Teilweise rutschten die Räder auf freier Strecke zur Seite weg und die Fahrer landeten mit Glück noch auf dem Hosenboden oder gleich der Länge nach im Schlamm. Abgesehen von ein paar Schrammen und blauen Flecken habe es aber keine schwereren Stürze mit größeren Verletzungen gegeben, berichtete Breidenstein.

Sieger benötigt zweiten Anlauf

Wie anspruchsvoll der Kurs war, stellten auch Hunderte Besucher fest, die sich sowohl die Trainingsläufe, wie auch das ­eigentliche Rennen am Sonntag ganz aus der Nähe anschauten und dazu auch den rutschigen Waldboden bis hinauf zum Startpunkt hinaufkraxelten. „Ich komme ja hier schon zu Fuß kaum hoch. Wie sollen die denn heil mit dem Rad runterkommen“, staunte ein Besucher über den Mut der Fahrer.

Der gipfelte nach mehreren kleinen Sprungelementen und Buckelpisten im Wald am Ende­ in einer finalen Herausforderung: Nur 100 Meter vor der Zieldurchfahrt am Fuße des Skihangs entfernt, mussten die Mountainbiker, aus dem Wald kommend, auf eine aus Baumstämmen errichtete, gut drei Meter hohe Rampe fahren und von dort einen ebenso breiten Abgrund überspringen. Wer sich das nicht zutraute, der konnte­ kurz vorher rechts abbiegen und die so genannte „Chicken Lane“ nutzen – eine einfache Abfahrt für die „Weicheier“.

Am Ende fuhr Nils Verhoeven mit 1:56,39 Minuten die ­Tagesbestzeit – wobei er es zum Schluss noch einmal richtig spannend machte. Weil er durch eine rote Flagge nach dem Sturz eines anderen Fahrers auf der Strecke in seinem Lauf ausgebremst wurde, durfte er einen zweiten Rennlauf fahren, der ihm dann den Sieg einbrachte.

von Sascha Valentin

Ergebnisse

Herren: 1. Nils Verhoeven(1:56,39), 2. Alexander Brantsch (2:00,27), 3. Cedric Reinhold (2:01,48), 4. Philipp Jendrysik (2:02,11), 5. Jan Andreas Janssen (2:02,30).

Damen: 1. Lena Arndt (2:30,65), 2. Steffi Monshausen (2:42,28), 3. Stefanie Rickfelder (2:44,18), 4. Mara Hinrichs (2:48,48), 5. Suzann Liebert (2:59,12).

Senioren: 1. Sebastian Hartmann (2:01,51), 2. Robin Mölders (2:02,41), 3. René Krüdelbach (2:04,52), 4. Markus Bast (2:05,03), 5. Frederic Duschl (2:05,35).

Jugend: 1. Julian Hille (2:04,50), 2. Henry Munz (2:17,47), 3. Oliver Wittmers (2:19,50), 4. Julian Pfalzer (2:23,78), 5. Kai Zolper (2:25,91).

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