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Mornshäuser nehmen Raser ins Visier

Ortsbeirat Mornshäuser nehmen Raser ins Visier

Die Einhaltung der innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung ist dem Ortsbeirat Mornshausens ein wichtiges Anliegen.

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Der Kreuzungsbereich am Ortsausgang in Richtung Lohra: Der Ortsbeirat wünscht sich eine Versetzung hinter die Kreuzung, um den Gefahrenbereich zu entschärfen.

Quelle: Patrick Stein

Mornshausen/S. Von einem gewagten Überholmanöver am Ortsausgang in Richtung Lohra berichtete Manfred Schmidt während der jüngsten Sitzung des Gremiums. Er sei dort mit seinem Traktor unterwegs gewesen, als ihn auf Höhe der Linksabbiegerspur zum Gewerbepark Salzbödetal ein Pkw überholt habe, der wiederum von einem weiteren Auto überholt wurde. So kam es dazu, dass kurzzeitig drei Fahrzeuge in ­eine Richtung fuhren, obwohl im Kreuzungsbereich Überholverbot herrscht.

Auch Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt weiß um die Problematik am Ortsausgang in Richtung Lohra. Wiederholt habe sie bei der Stadt Gladenbach und bei Hessen Mobil eine Versetzung des Ortsschildes hinter den Abzweig zum Gewerbepark angeregt.

Der Ortsbeirat ist sich einig, dass es so mit dem Tempo
limit von 70 Kilometern pro Stunde an dieser Stelle nicht weitergehen kann. Das Gremium stellte deshalb erneut den Antrag, das Ortsschild zu versetzen. „Da steht zwar ein 70-Schild, aber da hält sich doch eh niemand dran“, sagte die Ortsvorsteherin.

Ortsbeirat will Markierung auf Abkürzungsstrecke erneuern

Auch die Tempo-30-Zonen innerorts waren ein Thema während der Sitzung. Die Ludwigstraße werde von Anliegern und Ortsfremden – gefühlt – viel zu schnell befahren, sind sich die Gremiumsmitglieder einig. Die Gartenstraße und der Hüttenweg werde von Ortskundigen häufig als Abkürzung in Richtung Würtenberg und Bundesstraße 255 genutzt.

Vor den letzten Straßenbauarbeiten sei auf den Fahrbahnen noch das Tempolimit aufgebracht gewesen. Und laut Ortsbeirat seien die Straßen damals auch mit angemessener Geschwindigkeit befahren worden. Aus diesem Grund möchten die Mornshäuser die Markierungen wieder aufbringen lassen. Diese seien besser zu ­erkennen als die angebrachten Schilder.

Um die Autofahrer auf ihr Tempo hinzuweisen, hat der Ortsbeirat eine Geschwindigkeitsmessanlage angeschafft. Für die Anzeigetafel wurden vier Halteplatten im Ort an viel befahrenen Straßen angebracht. Das Gerät soll in regelmäßigen ­Abständen an einem anderen Punkt die Geschwindigkeit der Vorbeifahrenden messen.

Tempo-Trichter für 
„Zur Hoor“ im Gespräch

Momentan befindet sich das Gerät in der Gartenstraße. Demnächst soll sie an der Hauptstraße am Ortseingang die aus Richtung Lohra kommenden Fahrzeuge erfassen. „Die Anlage blitzt ja nicht, aber wir erhoffen uns dadurch, dass den Verkehrsteilnehmern deutlich wird, wie schnell sie eigentlich sind. Viele realisieren ja gar nicht, dass sie zu schnell fahren“, sagte Ortsvorsteherin Kuhrt.

Auch die Straße „Zur Hoor“ war ein Thema. Sie ist die direkte Verbindung zur Bundesstraße 255 in Richtung Marburg und führt am Sportplatz außerhalb des Ortes vorbei. Die kurvige, unebene Straße werde viel befahren, hieß es. Der Ortsbeirat ist froh, dass trotz häufiger überhöhter Geschwindigkeit bislang noch keine schweren Unfälle im Teilstück zwischen Sportplatz und Ortseingang passiert sind.

Die Mitglieder des Gremiums diskutierten über einen möglichen Tempo-Trichter an dieser Stelle. Dabei wird die Geschwindigkeit schrittweise reduziert, um das Gefahrenpotenzial zu verringern.

„Wir sind alle Teil des öffentlichen Straßenverkehrs, wenn wir vor die Tür gehen“, sagte Margarete Kuhrt. „Wir sollten also alle dafür sorgen, ihn so sicher wie möglich zu gestalten und Gefahren so gut es geht zu verringern.“

von Patrick Stein

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