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Montag erfolgt der erste Spatenstich

Betreutes Wohnen Montag erfolgt der erste Spatenstich

Die Arbeiterwohlfahrt in Nordhessen stellte ihr Projekt für betreute Hausgemeinschaften vor.

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Auf dieser Fläche wird das Wohnheim entstehen. Im Hintergrund ist der Kindergarten „Konrad-Gaul-Straße“ zu sehen mit den angrenzenden Grundstücken des Bauhofs und der Tennisfreunde Lohra.

Quelle: Privatfoto

Lohra. Rund 100 Bürger fanden sich Mittwochabend zur Informationsveranstaltung AWO-Pflegeheim Lohra im Bürgerhaus Lohra ein. Dabei präsentierte Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO-Nordhessen, den Zuhörern ein Konzept. „Sie dürfen uns gerne in Gladenbach besuchen und sich davon überzeugen“, lud Angelika Plaicher, Leiterin des Pflegezentrums Gladenbach, die Zuhörer ein, die aufgrund ihrer Erfahrungen mit demenzkranken Menschen noch skeptisch waren. In dem Lohraer Pflegezentrum sollen, wenn alles problemlos verläuft, im Dezember dieses Jahres die ersten Bewohner einziehen können.

Im Rahmen des Hausgemeinschaften-Konzepts entstehen vier Gemeinschaften mit insgesamt 48 Plätzen. Dieses Modell bietet den Bewohnern eine familienähnliche Wohn- und Lebensform, die die Gefahr von Vereinzelung und Vereinsamung im Alter vermindert.

Im Vordergrund steht nicht die reine Pflege der Bewohner, sondern normaler, strukturierter Alltag, der dementen Menschen Anregungen, Orientierung und Sicherheit bieten soll. Noch vorhandene Fähigkeiten, zum Beispiel Gemüse schnippeln für das Mittagessen, können von allen Bewohnern eingebracht werden. Dieser Beitrag für die Gruppe gibt den Bewohnern ein Gefühl der Selbstbestätigung und trägt somit zu Erfolgserlebnissen bei, die man in herkömmlichen Altenzentren in dieser Form nicht erlangt.

In diesen Hausgemeinschaften leben etwa zwölf Menschen in Gruppen zusammen, deren Zentrum ein Gemeinschaftsraum mit Küche ist. Rückzugsmöglichkeiten bieten die Einzelzimmer und Sitzecken. Pro Wohngruppe gibt es zwei Präsenzkräfte, die in Absprache mit den Bewohnern den Alltag managen. Um die Bewohner kümmern sich zusätzlich Pfleger, die zu etwa 55 Prozent aus examiniertem Personal bestehen werden.

Die Bewohnerzimmer bieten ein wohnliches Ambiente mit Türklingel und Namensschild, das man bis auf das vorgeschriebene Pflegebett nach Wunsch mit eigenen Möbeln ausstatten kann. „Hier freuen wir uns natürlich, wenn die Bewohner ihre eigene Einrichtung bevorzugen. Denn was gibt es in so einer Einrichtung schöneres, als dass jedes Zimmer anders aussieht“, erklärte Schmidt. Im öffentlichen Bereich bieten die Begegnungsstätte sowie ein Angehörigen- und Nachbarschaftscafé Abwechslung, und die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen. Außerdem werden ein Sinnes-Garten, Hochbeete und Balkone angelegt. Am Donnerstag wird in einer Sitzung der Gemeindevertretung der Bebauungsplans beschlossen werden, damit am 23. April um 11 Uhr der symbolische erste Spatenstich erfolgen kann. Im November will Investor „RECONA“ das Haus übergeben, damit Anfang Dezember die ersten Bewohner einziehen können.

von Daniela Pieth

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