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Mitarbeiterinnen setzen sich durch

Gericht Mitarbeiterinnen setzen sich durch

Im Streit um die Weiterbeschäftigung von vier Verkäuferinnen des Gladenbacher Schleckermarktes haben sich die Mitarbeiterinnen mit dem Konzern vor dem Landesarbeitsgericht in Frankfurt auf einen Vergleich geeinigt.

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Ein Markt der Firma Anton Schlecker. In Zukunft will der Drogeriekonzern bei der Umwandlung von bestehenden Filialen in Schlecker-XL-Verkaufsstellen die Mitarbeiter übernehmen.

Quelle: Thorsten Richter

Gladenbach. Nach einem wahren Arbeitsgerichtsmarathon haben vier Gladenbacher Schlecker-Mitarbeiterinnen nun ihren Arbeitsplatz zurück. In einem Vergleich einigten sie sich vor dem Landesarbeitsgericht nun darauf, dass sie zu den alten Konditionen weiterbeschäftigt werden. Eine Verkäuferin entschied sich allerdings gegen die Weiterbeschäftigung. Sie scheidet gegen eine Abfindung aus dem Unternehmen aus.

Ausgangspunkt des Streites war die Erweiterung des Schlecker-Drogeriemarktes in Gladenbach zu einem Schlecker-XL-Geschäft. Bei der Umstellung waren die vier Verkäuferinnen entlassen worden. Schlecker XL hatte eine Weiterbeschäftigung für zwei der Mitarbeiterinnen angeboten – allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen. Dagegen waren alle vier Mitarbeiterinnen gerichtlich vorgegangen und hatten in einem Eilverfahren vor dem Marburger Arbeitsgericht im April Recht bekommen.

Das Marburger Arbeitsgericht hatte bundesweit das erste richtungsweisende Urteil gefällt: Die Richter gaben den Klägerinnen Recht und urteilten, dass die Firma Schlecker XL die Frauen in Gladenbach zu den alten Bedingungen weiterbeschäftigen muss. Dagegen legte der Konzern Beschwerde beim Landesarbeitsgericht ein.

„Die Frauen werden jetzt zu den bisherigen Bedingungen der Firma Anton Schlecker bei der Schlecker XL GmbH weiterbeschäftigt“, erklärt Rechtsanwalt Jürgen Schreiber gegenüber dieser Zeitung das Ergebnis des vor dem Landesarbeitsgericht in Frankfurt geschlossenen Vergleichs.
Ob sie nun mit ihrer Klage vor dem Arbeitsgericht zu den Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Schlecker-XL-Mitarbeiter beigetragen haben oder nicht – die Gladenbacher Verkäuferinnen sind zukünftig weiter für ihre Kunden da, was nicht nur sie selbst freuen dürfte.

von Katharina Kaufmann

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