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Hinterland Mit Perfektion zum perfekten Druckergebnis
Landkreis Hinterland Mit Perfektion zum perfekten Druckergebnis
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16:27 10.06.2012
Michael Hauber (links) und Rico Großmann überprüfen mit kritischem Blick das Druckergebnis. Sie machen eine Ausbildung bei der Firma Eukerdruck.Foto: Marie Lisa Schulz
Maburg

Michael Hauber hatte Glück. Großes Glück. Denn der 19-Jährige hat seinen Traumberuf schon gefunden. Was mit einem Schulpraktikum begann, wurde im vergangenen Jahr mit einem Ausbildungsvertrag belohnt. Hauber macht eine Ausbildung bei der Firma Euker zum Medientechnologe Druck. „Ich habe einen ganz anderen Blick für Farben und Druck bekommen“, erzählt er. Seine Worte verlieren sich fast in der großen Produktionshalle. Die Maschinen laufen auf Hochtouren, der Lärmpegel ist hoch. Während seine Worte fast schon verhallen, sind es seine Augen, die die Begeisterung für den Lehrberuf ausdrücken. „Der Umgang mit der Druckmaschine ist absolut reizvoll. Das ist das präziseste der Welt. Ich trage eine große Verantwortung. Am Ende muss alles perfekt sein“, ruft der 19-Jährige gegen die Machine an. Drei Jahre wird er in der Firma lernen. Danach ist er ausgebildeter Medientechnologe Druck. „Früher sprach man vom „Drucker. Aber die Ausbildungsverordnung und mit ihr auch die Berufsbezeichnung wurden überarbeitet. Es ist noch der gleiche Beruf, angepasst an die moderneren Maschinen“, erläutert Fertigungsleiter Lars Dresmann.

Per Computersteuerung werden mittlerweile die Maschinen eingerichtet, während die Wartung und Reparatur noch immer Geschick, Körpereinsatz, technisches Verständnis und Sorgfalt fordert. „Wir haben hier nicht mehr die alten Druckpressen. Mit den Maschinen, mit denen wir arbeiten, haben wir die oberste Liga in Sachen Maschinenbau zu bieten“, schwärmt Dresmann. Er freut sich, wenn auch die Auszubildenden eine solche Begeisterung für den Beruf entwickeln, bei dem es immer auch um Perfektion geht. Auszubildende wie Michael Hauber, die über ein Praktikum den Betrieb kennenlernen und schon im Vorfeld ein genaues Bild des Arbeitsfeldes haben, schätzt er besonders. „Das schöne an der Arbeit ist, dass man jeden Tag sieht, was man gemacht hat. Man hält etwas in der Hand“; so Dresmann.

Die Aufgaben des Medientechnologen Druck seien vielseitig, so Dresmann. Der Druck müsse vorbereitet, die Farbe gemischt, die Computer und Maschinen bedient und schließlich auch der Druck durchgeführt werden. Konzentration: Ja. Langeweile: Nein.

Auch Rico Großmann ist in seinem Traumberuf angekommen. Der 22-Jährige macht bei Euker eine Ausbildung zum Medientechnologe Druckverarbeitung. „Ich mag es, dass ich an den verschiedenen Machinen arbeiten kann. Das ist sehr abwechslungsreich“, erzählt Großmann. Dort, wo sein Ausbildungs-Kollege Hauber seine Arbeit beendet, fängt seine erst an. Er verarbeitet die fertigen Druckbögen. Es wird gefalzt, geschnitten und geklebt. Geschick ist auch hier gefragt. Und auch in diesem Berufsfeld gehört der sichere Umgang mit dem Computer zur Profilanforderung. Denn auch hier werden die Maschinen per Mausklick gesteuert. Auch die Qualitätskontrolle, der Versand und die Lagerung der Ware gehören zu den Tätigkeiten eines Medientechnologen Druckverarbeitung. „Früher hieß der Beruf Buchbinder. Aber viele Auszubildende hatten eine falsche Vorstellung. Als Buchbinder hat man nicht zwangsläufig etwas mit dem binden von Büchern zu tun. Die neue Berufsbezeichnung ist das schon glücklicher“, so Lars Dresmann.

Arbeiten im SchichtdienstSchreckt manen Azubi ab

Derzeit beschäftigt das Unternehmen zehn Auszubildende. „Wir hätten für beide Berufe gerne drei Azubis pro Lehrjahr. Das wären dann 18.“ Doch der Fertigungsleiter weiß auch, dass beide Berufe mit Vorurteilen behaftet sind. Anstrengend und laut sei es. Und da wäre ja auch noch die Sache mit dem Schichtdienst. Zumindest bei dem Thema „Lärm“ widerspricht Dresmann. „Das ist noch kein Lärmarbeitsplatz“, so der Fertigungsleiter. Das stehen an den Maschinen sei sicherlich anstrengender als mancher Bürojob, dafür aber auch anspruchsvoll, fordernd und abwechslungsreich. „Die Bereitschaft für Schichtdienst muss schon da sein“, bringt es Dresmann auf den Punkt. Denn gedruckt wird immer. Tag und auch bei Nacht.

von Marie Lisa Schulz

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