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Hinterland Mit Menschen-Hand und Gottes Segen
Landkreis Hinterland Mit Menschen-Hand und Gottes Segen
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00:15 04.04.2014
Rund 100 geladene Gäste kamen gestern Abend zur Eröffnung. Filialleiter Ralph Balthasar (kleines Foto) stellte die 40 Mitarbeiter kurz vor.
Marburg

Sehr selten kommt es vor, dass ein Priester zu einem Geschäftstermin in Marburg eingeladen wird. Am Dienstagabend durfte der katholische Geistliche Christoph Näder im neuen Tegut den Segen sprechen. „Ohne den Segen Gottes und das Handwerk der Menschen geht nichts", sagte Tegut-Vorstandschef Thomas Gutberlet.

Die neue Filiale präsentiert sich nach einjähriger Umbauzeit in völlig neuer Gestalt: Die Gänge sind breiter, die Frische-Theke länger, die Decken höher. 20000 Produkte stehen auf 2000 Quadratmetern zum Verkauf an. So viele Waren passen gar nicht in den Kühlschrank, scherzte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bei der feierlichen Eröffnung vor rund 100 geladenen Gästen. Die Tegut-Geschäftsführer erklärten, dass es ihnen nicht nur um die Quantität, sondern vor allem um die Qualität geht. Regionale, frische Spezialitäten und Bio-Produkte stehen im Vordergrund, erklärte Geschäftsführer Lukas Sommer.

Filialleiter Ralph Balthasar und rund 40 Mitarbeiter arbeiten im Cappeler Tegut. Die Einrichtung und Technik im neuen Markt entspricht laut Unternehmen modernsten ökologischen Standards.

Die Abwärme der Kälteanlage wird zum Beispiel zum Beheizen des Gebäudes genutzt. Doch noch ist der Markt nicht ganz fertig: Kiosk, Blumenladen und Getränkemarkt werden im April 2015 integriert, bis dahin ist das Getränkesortiment im Zelt gegenüber des Marktes zu finden. Im nächsten Jahr eröffnen weitere Geschäfte im Cappeler Einkaufszentrum, darunter Aldi (die OP berichtete). Cappels Ortsvorsteher Heinz Wahlers berichtete, dass das große Vorhaben häufig auch Thema im Ortsbeirat gewesen war - unter anderem, weil sich Bürger fragten, ob der Verkehr zunehmen wird.

Künftig soll der neue Markt in der Marburger Straße auch über die Beltershäuser Straße erreichbar sein - das war auch ein Wunsch des Ortsbeirats, so Wahlers.

Richard Nüchter, der für den Bauherrn - die Firma Werner Projektentwicklung - sprach, berichtete, dass insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro in den Standort investiert wurden. „Die größte Herausforderung bestand darin, während des Umbaus den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten“, so Nüchter.

Der Cappeler Markt ist zwar der modernste Tegut-Laden, aber nicht der größte. In Fulda und Marburg-Wehrda stehen die größten Filialen des Unternehmens, das im nächsten Jahr auch weiter im süddeutschen Raum expandieren wird. Auch dort wird man die Technik nach dem Marburger Vorbild gestalten.

von Anna Ntemiris

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